Presse Frauen Bezirksliga 2018/2019

03.10.2018 HSV Stammheim/Zuffenhausen – SC Korb 19:23 (8:11)

Harte Sache

(vh) Und siehe da: Die Korber Frauen können es auch gegen giftige Gegnerinnen. Gewinnen nämlich. Wobei es schon eines harten Stücks geschlossener Mannschaftsarbeit bedurfte, um den Sieg bei der HSV Stammheim/Zuffenhausen einzutüten.

Der SC Korb ließ es durchaus munterer angehen, als das noch in den vorhergegangenen Begegnungen der Fall gewesen war. Was indes nicht so ganz der Vergangenheit angehören wollte, waren technische Fehler im Spiel nach vorne und der eine oder andere verunglückte Wurf aufs Tor, das gegnerische.

Fast zwangsläufig resultierten daraus immer wieder Gegenstöße der HSV, die die Wiesel im Team zu den Toren nutzten, dank derer sie an den Gästen dran blieben. Aus dem Spiel heraus waren sie weniger erfolgreich – die Korber Abwehr einschließlich Torhüterin Nina Meier wies den Gastgeberinnen des öfteren ihre Grenzen auf. Mit drei Toren Luft gingen die Korberinnen in die Pause, wohlwissend, dass das zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts hieß.

Was sich bereits gegen Ende der ersten Spielhälfte abgezeichnet hatte, wurde dann zu Beginn der zweiten 30 Minuten deutlich bis überdeutlich. Die HSV-Spielerinnen waren drauf eingestellt oder eingestellt worden, den Vergleich mit dem SC Korb im Zweifelsfall nicht nur mit spielerischen Mitteln für sich zu entscheiden, sondern auch durch Härte. Und zwar mit Härte, die ein paar Messstriche über dem Erlaubten lag. Die Quittung: neun Zeitstrafen und zehn Strafwürfe gegen die HSV. Bei drei Zeitstrafen inklusive einer diskutablen roten Karte gegen Christina Silcher und drei Siebenmetern gegen den SC, von denen Nina Meier zwei verputzte.

Den Strafen zum Trotz hatte das HSV-Team zunächst durchaus Erfolg mit seinem eher übergriffigen Spiel-Stil. Und kam mehrfach zum Ausgleich. Dann indes wehrten sich die Korberinnen. Es sei betont: mit spielerischen Mitteln, basierend auf einer Abwehr, die demonstrierte, dass hart auch fair geht. Und wer auf HSV-Seite zum Abschluss des Feiertags eine Siegesfeier eingeplant hatte, musste für den Rest des Abends umdisponieren.

Die ausgeglichenere Mannschaftsleistung und der bessere Handball waren es, mit denen die Korberinnen sich den Sieg verdienten. Angetrieben und geleitet in Abwehr wie Angriff von einer unermüdlichen, gerade von Verletzungen zurückgekehrten Jessica Cyklarz. Anna Schwender und Jacqueline Hellerich ließen sich durch nichts verdrießen, schufteten hinten auf beeindruckende Art und Weise und erzielten vorne wichtige Tore als es eng wurde.

Kurzum: Der Sieg saß und die Serie hielt. Den nächsten Auftritt haben die Korber Bienen dann vor heimischem Publikum. Am Samstag, 20. Oktober, um 18 Uhr, bitten sie in der Ballspielhalle den SV Fellbach zum Tanz.

HSV Stammheim/Zuffenhausen: Tamara Leanza (1), Vanessa Leanza (2), Dominika Klindera, Michaela Stratinszky (2), Lisa Hurst (4), Bettina Bek (1/1), Saskia Olrogge, Melina Haar (3), Franziska Rogall, Alexandra Kuchelmeister (3), Jessica Baumann, Melania Stratinszky (3), Carmen Gneithing, Sarah Hildmann.
Auf der Bank: Karsten Braun, Franco Leanza, Sabine Leanza.

SC Korb: Ina Reinhardt, Nina Meier; Verena Wollensak, Christina Silcher (1), Anna Schwender (4), Sarah Meier (7/7), Jessica Krug, Ann-Kathrin Heil (2/1), Jacqueline Hellerich (3), Melanie Cyklarz (3), Sina Raml, Jessica Cyklarz (3).
Auf der Bank: Britta Küchler, Nina Franck, Heike Kranacher.

Bilder Veit Hoffmann

16.09.2018 SV Stuttgarter Kickers – SC Korb 22:25 (11:13)

Und weiter geht die Serie

(vh) Mit liebgewonnenen Gewohnheiten, so sie denn keine schädlichen Nebenwirkungen transportieren, muss niemand brechen. Und also haben die Frauen des SC Korb in der Bezirksliga weiter gemacht, wie sie in der Bezirksklasse aufgehört hatten: mit einem Sieg. Und das beim Mit-Aufsteiger Stuttgarter Kickers, der auch in der neuen Spielzeit zur härteren Konkurrenz zählen dürfte.

Auch schon fast traditionell lassen die Korber Frauen ihre Spiele ein bisschen uihjuijuiuih angehen. Die Abwehr befand sich in den ersten Minuten noch in der Findungsphase und im Angriff flatterten die Bälle – der Sonderbeauftragte für Bodenschutz und absolutes Harzverbot ließ grüßen – überall hin, nur nicht von Korber Hand zu Korber Hand.

Die Gastgeberinnen ihrerseits legten los als sei die Partie nur auf 15 Minuten angesetzt. Aus den technischen Fehlern des SC im Angriff resultierten Gegenstöße und aus den Gegenstößen Tore. In der Korber Abwehr suchten und fanden sie Lücken. Und in der eigenen Abwehr ließen die Kickers wenig Bereitschaft erkennen, mit den Gästen neue Freundschaften zu schließen.

Spätestens nach zehn Minuten indes zuckte ein doppelter Erinnerungs-Flash durchs Korber Kollektiv. Die Spielerinnen entsannen sich zum einen, dass ihnen harzfreier Erfolg durchaus geläufig ist und zum anderen, dass sie in der Vorbereitung ja hart an Verbesserung und Verfestigung der Abwehr gearbeitet hatten. Und alsbald war es der zeitweise Vier-Tore-Vorsprung der Kickers, der der Vergangenheit angehörte.

Mit Vorsprung ging’s in die Pause. Mit Vorsprung immer spielten die Korberinnen die zweite Hälfte. Die Stuttgarter Möglichkeiten verpufften in der SC-Abwehr und nach vorne stachen die Bienen vor allem dann, wenn’s scheinbar eng und notwendig wurde. In Spielmomenten, in denen andere Mannschaften gerne mal zu nerveln beginnen, legten die Korberinnen noch einmal einen Ticken an Konzentration zu und rückten die Verhältnisse wieder gerade – zu ihren Gunsten.

Zwei Spielerinnen gilt’s aus der beeindruckenden Korber Geschlossenheit hervorzuheben: Torhüterin Nina Meier parierte vier Stuttgarter Strafwürfe, auch und gerade als es eng ums Spiel stand. Dazuhin guckte sie zwei Siebenmeter neben und über das Tor. Die Strafwürfe wurden eher für die Kickers zur Strafe.

Und dann war da noch Melanie Cyklarz. Sie warf das erste SC-Tor in neuer Spielzeit und -klasse, glich erstmals für ihre Mannschaft aus (9:9), erzielte die erste Führung (11:10). Und als ihre Schwester Jessi bei Stuttgarter Überzahl in kurzer Deckung verhaftet wurde, übernahm Meli die Regie im Rückraum und erzielten im Eins-gegen-Eins zwei weitere, vorentscheidende Treffer.

Das für 30. September vorgesehene erste Heimspiel gegen die HSK Urbach-Plüderhausen wurde auf einen noch unbekannten Termin verschoben. Damit ist für die Korberinnen jetzt erst mal zwei Wochen Pause. Dann geht's am Mittwoch, 3. Oktober, wieder in die Landeshauptstadt. Um 17 Uhr wird das Spiel gegen die HSV Stammheim/Zuffenhausen angepfiffen. In der Sporthalle Talwiesen. Dort gilt völlig überraschend absolutes Harzverbot.

Stuttgarter Kickers: Lea-Noa Hornberger, Sabrina Baumann; Jennifer Kleinbach, Elke Faff, Jana Halder (3/1), Laura Gekeler (5/2), Sabrina Bramm (1), Amelie Bäßler (1), Sabrina Baumann, Sarah Geist, Sofie Prawatschke (3), Sarah Eller (1), Jacqueline Wittke (4), Julia Löw (3), Maria-Neve Schenker (1).
Auf der Bank: Robert Schenker und Herbert Leide.

SC Korb: Ina Reinhardt, Nina Meier; Verena Wollensak, Christina Silcher, Anna Schwender (5), Sarah Meier (3/3), Jessica Krug (1), Annika Kögel, Marina Tonne, Ann-Kathrin Heil (1), Jacqueline Hellerich (3), Melanie Cyklarz (7), Arzu Kalpinari, Jessica Cyklarz (5).
Auf der Bank: Britta Küchler, Gaby Hammer und Heike Kranacher.

09.09.2018 SG Welzheim-Kaisersbach – SC Korb 16:32 (8:18)

Bezirkspokal

Gelungener Aufgalopp

(vh) So ein Pokalspiel ist immer auch der Aufgalopp in die neue Saison. Und diese Hürde hat die Frauen-Mannschaft des SC Korb schon mal locker genommen. Klaro: Die Trainingsarbeit wird weiter gehen müssen. Aber Fortschritte waren durchaus nicht zu übersehen.

Sowohl in der Abwehr wie im Angriff zeigten die Spielerinnen, dass sie sich auf einem guten Weg in Richtung Bezirksliga-Niveau befinden. Hinten scheint sich ein Verbund der zupackenden Art zu finden. Der Angriff, erfolgreich angetrieben von Annika Kögel, fand immer wieder spielerische Lösungen auch dann, wenn sich die Gastgeberinnen auf ein gelegentlich raubauziges Abwehrspiel verlegten. Jacqueline Hellerich und Jessica Krug unterstrichen angesichts je sieben Treffern Torjägerinnenqualitäten und mit Arzu Kulpinari sowie Beriwan Dilek feierten die beiden Supporterinnen ein beachtliches Debüt bei den Aktiven.

Gefährdet war der Erfolg der Korber Bienen zu keinem Zeitpunkt der Partie. Überbewertet werden sollte er indes auch nicht. Wenn’s am kommenden Sonntag, 16. September zum Bezirksliga-Auftakt auswärts gegen die Stuttgarter Kickers geht (17 Uhr, Rembrandt-Halle Möhringen), wartet ein Gegner von anderem Kaliber auf den SC Korb.

SG Welzheim-Kaisersbach: Sarah Hägele, Nicolette Peter; Daniela Fetzer (3/3), Jana Kütemann, Dilif Makal, Luisa Brecht (4), Larissa Winkler, Nadine Zeller (4), Sara Hegel (3), Regina Wohlfahrt, Miriam Neumann, Vanessa Bauer (1), Jennifer Funk (1).

SC Korb: Ina Reinhardt, Nina Meier; Verena Wollensak (1), Christina Silcher (2), Anna Schwender (5), Sarah Meier (2/1), Jessica Krug (7), Annika Kögel (6/1), Arzu Kulpinari (1), Ann-Kathrin Heil, Jacqueline Hellerich (7), Melanie Cyklarz (1), Beriwan Dilek.

Bachchallenge SC Korb Frauen

Wir danken unserer 2. Männermannschaft und fordern hiermit unsere nominierten Teams auf, sich innerhalb von 10 Tagen in einem Bach, Fluss, Strom zum gemütlichen Beisammensein zu treffen.

Solltet ihr dies nicht schaffen, freut sich das Kinderhospiz Pusteblume (https://www.hospiz-remsmurr.de/spenden.html) sehr über eine Spende, falls es doch gelingt natürlich auch

Wir nominieren hiermit:
Waiblingen Tigers Frauen 1 und Männer 2. Die AH Mannschaft des SC Korb Fußball

Eure Korber Bienen

Bienen unterwegs - Abschlussfahrt 2018

Die Frage ist noch offen und bleibt wohl weiter unbeantwortet: War’s nun – hollaröhdulliöh – eine Saisonabschlussfahrt oder doch – uff – eine Art Höhentrainingslager?
Fakt ist, dass die Abordnung Korber Bienen, die ins Tannheimer Tal aufgebrochen war, den Aufenthalt auf der Landsberger Hütte nicht nur nutzte, um das Angebot aus Küche und Keller einem eingehenden Praxis-Test zu unterziehen. Wie glaubhaft überliefert wird, wurden kraxelnde Handballerinnen auf Hängen gesichtet, an denen zuvor nur Reinhold Meßner gesehen worden war.

06.06.2018 Trainingsauftakt zur Saison 2018/2019

Die Älteste war die Schnellste

Am Beginn jeder Verbesserung steht die Bestandsaufnahme. Und mit der sind die Handball-Frauen des SC Korb, zärtelnd auch „die Bienen“ genannt, in die Vorbereitung auf die Saison 2018/2019 gestartet.

„Shuttle-Run-Test“ nennt sich das Auftaktprogramm, das Trainerin Britta Küchler ihren Spielerinnen am ersten Trainingstag hat angedeihen lassen. Durchaus zahlreiche Laufeinheiten über je 20 Meter in immer kürzerer Zeit verbergen sich hinter dem Test, der in der Fachliteratur auch unter dem deutschen Begriff „Pendellauf“ beschrieben wird. Sinn und Zweck des Ganzen: Spielerinnen und Trainerteam stellen fest, wer körperlich wo steht. Dem folgte dann noch ein Agility-Kurs, der nicht nur Laufstärke, sondern auch Beweglichkeit und Koordination fordert.

In vier Worten hatte Britta Küchler schon im Rahmen der Abteilungsversammlung beschrieben, wie die Aufsteigerinnen ihre Ziele für die Bezirksliga setzen: „Nix muss, alles kann“. Was nicht heißt, dass das Team die neue Runde allzu leger angeht. Jede Spielerin, nimmt sich die Trainerin auch selbst in die Pflicht, soll so gut vorbereitet sein, „dass wir uns im Falle einer Verletzung nicht mit dem Gedanken plagen müssen, ob und wie das hätte verhindert werden können“.

Am kommenden Montag (11. Juni) geht’s nochmal weiter mit der Bestandsaufnahme. Und zwar auf der Laufbahn. 5000 Meter sind angesagt, mit der Vorgabe, die in höchstens 30 Minuten auf die Sohlen zu (b)rennen. Die Einzel-Ergebnisse bleiben wie beim Shuttle-Run-Test Betriebsgeheimnis, von dem ausschließlich die Beteiligten wissen. Nur so viel hat sich Britta nach dem ersten Abend öffentlich entlocken lassen: „Beim Agility war die Älteste die Schnellste.“

Bilder Heike Kranacher