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03.04.2011 SC Korb – TV Pflugfelden 2   32:18  (13:8)


Punktlandung:  MEISTER 2011

Handball kann so schön sein. Im Saisonfinale holten sich die Korber Frauen mit einem grandios herausgespielten 32:18 Sieg gegen den TV Pflugfelden 2 die Meisterschaft in der Landesliga. Nach dem Württembergischen Meistertitel der weiblichen A-Jugend vergangene Woche gelang mit dem Aufstieg der ersten Frauenmannschaft in die Württembergliga erneut ein einzigartiger Erfolg in der Vereinsgeschichte.

Das Timing war perfekt. Wie so oft, wenn’s drauf ankommt und gegen ein Spitzenteam geht, brachte die Mannschaft auf den Punkt genau eine optimale Leistung aufs Feld. Nach dem Debakel gegen den TSV Schwieberdingen wollte sich Korb den Zuschauern zum Saisonabschluss auf jeden Fall mit einer kämpferischen Vorstellung präsentieren. Mit beeindruckendem Resultat.

Die Erwartungshaltung vor der Begegnung war im Umfeld riesengroß. Korb hatte monatelang die Tabellenführung inne und hätte bereits vor Wochen im Derby gegen den SSV Hohenacker die Meisterschaft perfekt machen können. Doch da flatterten die Nerven und am vergangenen Wochenende haderte Korb mit der Terminplanung des HVW. Und so sollte es am letzen Spieltag zum Showdown im Titelkampf kommen. Eine Konstellation, die keinem gefallen konnte. Die SG Leonberg/Eltingen lag gleichauf mit Korb und hoffte auf eine Niederlage des SC. Auch für Pflugfelden gab es noch ein Eisen zu schmieden, ein Sieg hätte sie für die Relegationsspiele qualifiziert.
Doch für die Verantwortlichen, allen voran Trainer Dieter Gramer, war klar: Egal, wie das Spiel enden sollte, sein Team konnte nur gewinnen. Mit dem Ziel Nichtabstieg war man im Herbst in die Runde gestartet und hatte eine sensationelle Saison gespielt. Die Meisterschaft wäre nunmehr das i-Tüpfelchen. Nun haben die Frauen ihre herausragende Leistung über 22 Spieltage eindrucksvoll mit dem Titel gekrönt.

Wer trotz des tollen vorsommerlichen Frühlingstages in die Korber Ballspielhalle gekommen war, kam handballerisch voll auf seine Kosten. Vor vollen Rängen boten die beiden Kontrahenten von Beginn an temporeichen Handball und spielten auf Augenhöhe. Die Korber Abwehr präsentierte sich nach den zuletzt schwachen Auftritten wieder in bestechender Form. Kompakt und aggressiv unterband sie den druckvollen Pflugfelder Angriff und deren Außen, die im Hinspiel noch die Hälfte aller Treffer setzten, kamen überhaupt nicht zum Zug. Bei den verbleibenden Torchancen war eine glänzend aufgelegte Gaby Hammer im Tor Endstation.

Auf dieser Basis konnte Korb sein Tempospiel nach vorn in gewohnt erfolgreicher Manier aufziehen und ging bis zur 12. Minute mit 8:2 in Führung. Aber auch im Spiel Sechs gegen Sechs machten die Gastgeberinnen erfolgreich Druck. Jana Diederich führte clever Regie, verteilte ihre Pässe geschickt an Heike Kranacher am Kreis und setzte ihre Nebenleute Caren Hammer, Petra Feucht und Nina Franck im  Rückraum geschickt in Szene.
Besonders erfolgreich war Korb mal wieder über die rechte Seite. Dort konnte Jessica Krug mit insgesamt sechs Toren ihre Stärke als treffsichere Vollstreckerin unter Beweis stellen.
Die Gäste bemühten sich, engagiert Paroli zu bieten und konnten während Korb für eine kurze Zeit etwas nachließ, den Rückstand von 10:4 auf ein 13:8 zur Pause geringfügig verkürzen.

Doch nach Wiederanpfiff agierte Korb wieder auf einem Level über 100 % und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Es war ein Tag, an dem den Korber Frauen erneut alles gelang. Pflugfelden stand ab der 40. Minute auf verlorenem Posten und fanden sich mit der anstehenden Niederlage ab.
Die Korber Frauen genossen die Situation und hatten jede Menge Spaß am Handballspiel.
Petra Feucht ließ bei ihren Sololäufen gleich mehrere Gegenspielerinnen alt aussehen, in Überzahl spielte die Korber Offensive die gegnerische Abwehr lehrbuchmäßig her und im weiteren Spielverlauf konterte Korb aus einer unüberwindlichen Abwehr heraus den Gegner leichtfüßig aus. Nina Meier parierte zwei Siebenmeter und das anschließende 30:15 düpierte den Gegner.

Die Korber Fans auf der Tribüne begannen, ihren Meister zu feiern, bei den Spielerinnen tanzten die Glücksgefühle.
Perfekter hätte der Handballtag für Korb nicht laufen können. Bei Dieter Gramer purzelte die Anspannung von der Seele: „Heute hat alles gepasst. Wir haben alles richtig gemacht. Und jetzt wird gefeiert“.

Keine Frage. Auch darin sind die Korber Frauen meisterlich, was die Momentaufnahmen in der Bildergalerie eindrucksvoll belegen. >>

Meisterlich sind: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (1), Petra Feucht (6), Nina Franck (3/1), Jana Diederich (3), Heike Kranacher (4/2), Anja Itterheim (1), Sina Frank, Carmen Wiesenborn, Britta Küchler (6/5), Anna Schwender (2), Jessika Krug (6)



27.03.2011 TSV Schwieberdingen - SC Korb    37:26  ( 16:10)


Korb geht die Kraft aus

Dem Erfolg der weiblichen A-Jugend, die wenige Stunden zuvor in einem grandiosen Spiel gegen die TG Biberach die württembergische Meisterschaft errang, wollte die Erste nicht nachstehen und mit einem Sieg gegen den TSV Schwieberdingen endlich Fakten schaffen. Zwei Meister an einem Tag – es wäre zu schön gewesen.
Aber nach der bitteren Niederlage gegen den TSV Schwieberdingen ist die Entscheidung über Titel und Aufstieg erneut vertagt. Korb war dem Tabellenvierten in allen Belangen unterlegen und verlor die Partie bereits in den ersten zehn Spielminuten.
Die Abwehr, sonst Prunkstück und Basis für den Korber Tempohandball, spielte völlig außer Form, und im Angriff kam Korb überhaupt nicht in Tritt.

Zu Enttäuschung und Ratlosigkeit mischte sich beim Unterlegenen auch Wut. Hatte man doch den TSV Schwieberdingen mehrfach um eine Spielverlegung gebeten, um der unglücklichen Terminplanung - Finale der  A-Jugend, Meisterschaftskampf bei den Aktiven – und der damit verbundenen Doppelbelastung für die Jugendspieler zu entgehen. Der Gastgeber, für den es weder nach oben noch nach unten noch etwas zu gewinnen oder verlieren gab, stellte sich allerdings stur. So musste Korb die bittere Pille schlucken. Und wie befürchtet machte sich der Kräfteverschleiß doch bemerkbar.

Von Beginn an agierte Schwieberdingen bissiger, schneller, agiler und vor allem geistig frischer. schaltete blitzschnell von Angriff auf Abwehr um und überrollte den Tabellenführer förmlich mit sieben Toren in Folge.Selbst die frühe Auszeit (4.) von Trainer Dieter Gramer wirkte nicht als Bremse. Was Korb sonst auszeichnete – Schwieberdingen führte es vor.
Auch zahlreiche Auswechslungen im Verlauf der nächsten Minuten brachten keine Wende für die Gäste. Das muntere Torewerfen für den TSV ging weiter, Korb dagegen kam über die Statistenrolle nicht hinaus. Was die Frauen auch engagiert versuchten, es bleib Stückwerk. Kein Druck, keine gefährlichen Würfe aufs Tor. Von einer meisterlichen Vorstellung war Korb weit entfernt.

Nach dem 11:2 in der 15. Minute kämpfte sich Korb mit ein paar gelungenen Aktionen auf 16:10 zur Pause heran und hoffte auf den zweiten Durchgang, in dem die Karten neu gemischt werden könnten. Den ersten Treffer setzte der SC, danach aber spielte wieder nur Schwieberdingen. In der 36. Minute betrug die Tordifferenz erstmals zehn Treffer (23:13), wenige Minuten später fiel sogar das 30:15.
Korb brachte keinen Fuß auf den Boden. Schwieberdingen war keine Übermannschaft – Korb spielte schlicht eine Klasse schlechter als üblich.
Auch fünf Treffer von Petra Feucht in den letzten Minuten konnten die miserable Wurfausbeute nicht beschönigen. Die Tore kamen viel zu spät und waren kosmetische Schadensbegrenzung.

Trotz der sich früh abzeichnenden Niederlage bewies Korb allerdinsg Moral und rackerte 60 Minuten lang. Erschöpft, enttäuscht und ratlos starrten die Spielerinnen nach dem Schlusspfiff auf das deprimierende Endergebnis.

Erstmals seit dem dritten Spieltag steht Korb nun nicht mehr an der Tabellenspitze. Den Platz an der Sonne hat die SG Leonberg/Eltingen eingenommen, die nach einem 34:40 Erfolg gegen die TSG Öhringen bereits ihr letztes Spiel absolviert hat und jetzt auf einen weiteren Lapsus der Korberinnen lauert.
Der Blick auf die Tabelle zeigt die Brisanz des letzten Spieltages. Auf Korber Seite will sich keiner auf Rechenspiele einlassen. Hier will man einfach nur gewinnen.

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (1), Petra Feucht (5), Jessica Krug (2), Heike Kranacher (1), Britta Küchler (8/7), Anna Schwender (4), Anja Itterheim (2), Carmen Wiesenborn , Nina Franck (2), Sina Frank, Jana Diederich, Beatrice Meßmer

13.03.2011 SC Korb – SSV Hohenacker    23:25 ( 15:13)


Dämpfer im Derby

Nach der bitteren Niederlage gegen den SSV Hohenacker stand den Korber Spielerinnen und ihrem Trainer die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Hatte man doch gerade einen Acht-Tore Vorsprung gegen den abstiegsgefährdeten Nachbarn verspielt und somit die Entscheidung um die Meisterschaft erst einmal vertagt.

Korb dominierte die temporeiche Partie bis kurz vor der Halbzeit deutlich, verkrampfte aber mit zunehmender Spieldauer und konnte im zweiten Durchgang den verbissen um den Klassenerhalt ringenden Gästen und deren Siegeswillen nicht den gewohnten Kampfgeist und das Korber Tempospiel entgegensetzen. Dem Tabellenführer ging in den letzten Minuten die Kraft aus, um aus dem knappen Rückstand noch wenigstens einen Punkt zu machen.

Im Derby herrschen besondere Gesetze und wer wie der SSV mit dem Rücken zu Wand steht, mobilisiert gerade gegen den Favoriten und Tabellenführer alle verfügbaren Kräfte. Trainer Dieter Gramer hatte gegen einen unbequemen Gegner also höchste Konzentration gefordert.
Zu Beginn der Partie waren die Korber Frauen auch dementsprechend hellwach und machten Tempo und Druck. Bereits nach wenigen Minuten lagen die Gäste mit 8:3 deutlich zurück und hatten außer langatmigen Ballpassagen im Angriff und Toren von Außen wenig zu bieten. Bis um 12:6 in der 20. Minute war der Gastgeber weiter feldüberlegen. Doch dann lief der Ball im Korber Angriff nicht mehr so flüssig und im Abschluss fehlte es an der nötigen Konsequenz. Hohenacker nutzte die Nachlässigkeiten zu Kontern, fand immer öfters eine Lücke in der Korber Abwehr und schloss zur Pause verdächtig nah zum 13:15 auf.

Mehr Aggressivität, mehr Mut, dagegen halten – nur kurz flackerte nach Wiederanpfiff auf, was der Trainer in der Kabine gefordert hatte. Seine Frauen legten bis zur 36. Minute beim 18:15 drei Tore vor, danach aber lief es nicht mehr rund. Korb verkrampfte, Abspielfehler häuften sich, der Angriff spielte ohne Esprit und Druck und rettete sich in Einzelaktionen.
Hohenacker witterte seine Chance, dass hier drin war als nur die Statistenrolle. Im Angriff konnten die Gäste zwar weiterhin spielerisch nicht überzeugen. Sie profitierten aber von der Unsicherheit des Schiedsrichtergespanns, das die ewige Ballpassagen nicht mit Zeitspiel ahndete und das ungestüme Eins-gegen-Eins-Bemühen zuließ. War das nun Stürmerfoul oder Abwehr im Kreis – die Gäste stellten die Entscheidungen nicht lang in Frage, nutzten die Siebenmeterentscheidungen zu ihren Gunsten und kämpften sich bis zum 21:21 Ausgleich in der 46. Minute heran.
Korb versuchte engagiert dagegen zu halten. Jedoch ohne Fortune. Mehrmals scheiterte der Tabellenführer am Pfosten oder gegnerischen Torwart. Das Spiel kippte.
Beim 21:22 in der 48. Minute lag Hohenacker erstmals in Führung und gab diese nicht mehr her.
Korb war am Ende zu zögerlich und kraftlos und konnte sich in den  Schlussminuten nicht mehr gegen die bittere Niederlage stemmen. Der SSV Hohenacker jubelt verdient über zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Korb hat die günstige Gelegenheit für eine vorzeitige Meisterschaftsfeier verpasst.

Abhaken und nach vorn schauen. Alles bleibt möglich. Zwei Spieltage stehen noch aus. Angesichts der gezeigten Leistungen der Saison weiß man: in Spielen gegen Spitzenmannschaften – und die verbleibenden Gegner TSV Schwieberdingen und TV Pflugfelden 2 zählen zweifelsohne dazu – waren die Korber Frauen immer auf die Minute präsent. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (3), Petra Feucht (7), Jessica Krug (3), Heike Kranacher (3/3), Britta Küchler (3/3), Anna Schwender (1), Anja Itterheim , Carmen Wiesenborn (1), Nina Franck,
Jana Diederich (2)

Bezirkspokal 4. Runde SC Korb - MTV Stuttgart 38:19 (20:12)

Korber Frauen erfüllen ihre Pflicht

Das Siel war eine klare und einseitige Angelegenheit für den Favoriten. Der Klassenunterschied deutlich. Der Landesligaerste war dem Sechsten der Bezirksliga in allen Belangen überlegen: Spielerisch variabler, dynamischer, routinierter. Da blieb Trainer Dieter Gramer bei so manch kleineren Nachlässigkeiten gelassen und drückte auch mal ein Auge zu. Mit dem Erfolg qualifizieren sich die Korber Frauen für das Final Four am 16./17. April in Stuttgart. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Jessica Krug (2), Petra Feucht (6), Anna Schwender (5), Anja Itterheim (9), Nina Franck (2/1), Carmen Wiesenborn (2), Heike Kranacher (3), Jana Diederich (4), Britta Küchler (1/1), Caren Hammer (1), Sina Frank (4)

26.02.2011 TSG Öhringen -  SC Korb  19:30 (12:13)


Korb baut die Tabellenführung aus

Die letzte Viertelstunde des Spiels gab den Ausschlag. Nach einer missratenen ersten Halbzeit und der mageren 12:13 Führung zur Pause, fanden die Korber Frauen aus einer verbesserten Abwehr heraus ab der 45. Minute zu gewohnter spielerischer Stärke und wurden ihrer Favoritenrolle gegen die abstiegsgefährdeten TSG Öhringen beim deutlichen 30:19 Erfolg letztlich doch noch gerecht.

Die Ausgangslage war klar, aber psychologisch durchaus eine Herausforderung: Wie motiviert sich ein Team nach einem perfekten Auftritt gegen den Tabellenzweiten vergangene Woche für ein Spiel gegen einen abstiegsbedrohten Gegner, den man im Hinspiel überlegen mit 25 Toren Unterschied geschlagen hat? Wie bewahrt der Trainer seine Mannschaft davor, solch eine Begegnung auf die leicht Schulter zu nehmen?
Dieter Gramer hatte vor einem möglicherweise „heißen Tanz“ bei der TSG Öhringen eindringlich gewarnt. Das nötige Adrenalin fehlte den Korber Frauen zu Beginn der Partie dennoch. Sie ließen in den Anfangsminuten die nötige Spannung samt Aggressivität in der Abwehr und die Dynamik im Angriff vermissen, um der Rollenverteilung entsprechend aufzutreten. Zwar lagen die Gäste stets mit einem oder zwei Treffern vorn (1:3, 3:5) , aber Souveränität sieht anders aus.
Abstimmungsproblem in der Korber Abwehr machten es den Öhringern leicht, ihr Spiel über den Kreis oder die stärkere rechte Angriffseite aufzuziehen. Nina Meier im Korber Tor bügelte so manchen Schnitzer ihrer Vorderleute aus, aber ebenso wie eine Korber Auszeit in der 18. Minute konnte sie nicht verhindern, dass Öhringen beim 8:8 (16.) und 11:11 (23.) auf Augenhöhe blieb.
Das schnelle Spiel aus der Abwehr, ein Garant für den zweittorhungrigsten Angriff der Liga, fand in den ersten 30 Minuten überhaupt nicht statt. In der Offensive blieb beim Tabellenführer vieles Stückwerk, im Abschluss fehlte die Konsequenz. So lag Korb nach einer enttäuschenden Leistung in den ersten 30 Minuten gerade mal ein Törchen vorn.

Nach der Pause agierte die Erste konzentrierter und aggressiver in der Defensive, erkämpfte sich frühzeitig den Ball und agierte auch im Angriff zielstrebiger mit einer reduzierten Fehlerquote.
Zählbar war die zunehmende Dominanz aber nicht. Bis zum 15:15 in der 40. Minute hielten die Gastgeberinnen noch mit. Beim 15:17 zwei Minuten später war erstmals spürbar, dass Korb das Spiel unter Kontrolle hat. Die Rote Karte gegen die bis dahin treffsicherste Öhringer Spielerin wenig später besiegelte das Schicksal des Tabellenachten. Korb nutzte die Überzahl clever für die Treffer zum 15:19 und zog in der Folge „sein Spiel“ auf: Schnell aus der Abwehr heraus, Konter, zweite Welle, das Spiel über den Kreis, schnelle Pässe und Abschluss über die Flügel.
Die Korber Fans sahen jetzt „ihre“ Mannschaft auf dem Feld. Öhringen ging mehr und mehr die Luft aus, schoss zahlreiche Fahrkarten und wurde in der letzten Viertelstunde vom Tabellenführer, und dessen zehn Toren in Folge bis zum 16:29 förmlich überrollt. Die letzten Treffer zum 19:30- Endstand waren Makulatur.

Mit dem 13.Sieg dieser Saison baut Korb die Tabellenführung weiter aus. Obwohl der TV Pflugfelden 2 als Dritter patzte und nun bereits fünf Punkte zurückliegt, denken die Verantwortlichen weiter von Spiel zu Spiel. Drei Partien stehe noch aus. Am 13. März empfängt Korb im Lokalderby den Vorletzten SSV Hohenacker. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Jessica Krug (4), Petra Feucht (5), Anna Schwender (1), Anja Itterheim (1), Nina Franck (1/1), Carmen Wiesenborn (2), Heike Kranacher (6/3), Jana Diederich (3), Britta Küchler (2/2), Caren Hammer (4), Sina Frank (1)

19.02.2011 SC Korb -  SG Leonberg/Eltingen  33:22 (17:8)


Korb holt sich die Big Points

Des Trainers Wunsch ging in Erfüllung: „Wir wollen Spaß“. Und den hatten die Korber Frauen. Beim 33:22 Kantersieg gegen den direkten Verfolger SG Leonberg/Eltingen spielte der Tabellenführer wie aus einem Guss und präsentierte sich den zahlreichen Zuschauern mit einem auf die Minute perfekten Auftritt.
Für den Tabellenzweiten war es ein deprimierender Handballabend, lag man doch schon zu Pause hoffnungslos 17:8 zurück. Dass Leonberg ein ähnliches Kunststück hätte gelingen können wie den Korbern, als sie im Hinspiel einen Zehn-Tore-Rückstand noch in einen Sieg ummünzten – war bei der glanzvollen Vorstellung der Gasgeberinnen ausgeschlossen. Mit dem Erfolg sichert sich Korb die Big Points und festigt seine Tabellenführung mit vier Zählern vor der Konkurrenz.

Die Gäste waren mit dem Anspruch angereist, den Ersten zu schlagen, um ihrem gesetzten Ziel, der  Meisterschaft, ein entscheidendes Stück näher zu kommen.
Pustekuchen. Dieter Gramer hatte seine Mannschaft bereits am Mittwoch für das Spitzenspiel heiß gemacht. Nach seiner Ansprache nach dem Training wollten die Spielerinnen am liebsten gleich aufs Feld. Die Wirkung seiner Worte war ausreichend nachhaltig.
Korb kam nach dem Anpfiff bestens aus den Startlöchern und machte aus einer bärenstarken Abwehr heraus von Beginn an Tempo. Nina Meier im Tor entschärfte bereits in den Anfangsminuten mehrere Würfe von Leonbergs Protagonistin Anja Hasert und Ex-Bundesligaspielerin Susan Wnuczek und war auch über die weitere Spielzeit hervorragender Rückhalt ihrer Mannschaft.
Jana Diederich hatte im Angriff den Spielaufbau erneut unter Kontrolle, glänzte als Vollstreckerin und nach zehn Minuten lag Korb bereits mit 6:1 in Führung. Auch in der Folge dominierte der SC die temporeiche Partie und traf von allen Positionen. Die Leonberger Auszeit beim 13:5 brachte für die Gäste keine neuen Impulse. Zwei Tore zum 13:7 blieben lediglich Stückwerk. Korb agierte konzentriert weiter und konnte von den Gästen oft nur durch Fouls am Torwurf gehindert werden. Die Anzeigentafel sprach zu Halbzeit klare Worte: 17:8 für Korb.

Auch nach der Pause ruhte sich Korb nicht auf seinem Vorsprung aus, derweil sich Leonberg trotz des ernüchternden Zwischenstandes engagiert mit allen Mitteln gegen die absehbare Niederlage wehrte.
Beim 21:10 in der 40. Minute gab es allerdings keine Zweifel mehr, wer sich feiern durfte.
Eine unerwartete Wende wie im Hinspiel ausgeschlossen. Dennoch zeigten beide Teams weiter anspruchsvollen Handballsport. Die Gäste, angetrieben von Mittelfrau Sonja Schober, drängten energisch aufs Korber Tor und warfen gefährlich aus dem Rückraum. Anja Hasert suchte 1:1 die Lücke im Korber Abwehrverband, fand gegen Caren Hammer aber kaum ein Durchkommen. Und immer wieder war bei Nina Meier Endstation für die Leonberger Torchancen.
Korb punktete im Gegenzug durch die dynamisch Petra Feucht, über den Kreis und die Außenpositionen und spielte in Überzahl (48. –50. Min.) den Gegner lehrbuchmäßig mit den Treffern zum 28 und 29:18 aus. Den Schlusspunkt zum 33:22 setzte Jessica Krug nach cleverer Vorarbeit ihrer Kolleginnen im Rückraum.

Glückwunsch an die Mannschaft, die einen ganz großen Schritt nach vorn gemacht hat. Die Schützenhilfe aus Degmarn/Oedheim, die gegen den TSV Schwieberdingen mit 27:24 gewannen, nimmt man da gerne auch noch mit. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (3), Petra Feucht (7), Jessica Krug (3), Heike Kranacher (5/3), Anna Schwender (1), Anja Itterheim (4), Carmen Wiesenborn, Nina Franck (1), Sina Frank, Jana Diederich (7), Britta Küchler ( 1/1)

13.02.2011 TV Flein - SC Korb   30:30 ( 16:11) 


Korb fightet in Flein

Es war das erwartet schwere Spiel für die Korber Frauen beim TV Flein. Hart umkämpft von Anfang an, entwickelte sich die Partie in der zweiten Halbzeit zu einem Handballkrimi, der mit einer Punktteilung beim 30:30 endete. Nach einem 16:11-Rückstand zur Pause fightete sich der Tabellenführer zurück ins Spiel, führte bis kurz vor dem Ende sogar 29:27 und musste wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff nach einer umstrittenen Siebenmeterentscheidung den Ausgleich hinnehmen. Das war bitter. Sieht man aber, dass mehrere Korber Akteurinnen gesundheitlich angeschlagen am Start waren und hatte man die Dramaturgie dieses Spiels miterlebt, so kann man durchaus von einem gewonnen Punkt sprechen.
Trainer Dieter Gramer hatte seinem Team vor der Reise ins Unterland höchste Konzentration verordnet. Solche Spiele seien viel schwieriger als ein Spitzenspiel. Zudem warte mit dem TV Flein eine kampfstarke und wurfgewaltige Mannschaft, die dem Ersten wie im Hinspiel ein Bein stellen wolle. Ein Sieg sei Pflicht, um am kommenden Wochenende gegen den Verfolger Leonberg/Eltingen  zuhause ohne Druck aufspielen zu können.

Aber eins nach dem andern: Korb erwischte einen ordentlichen Start und lag in der 10. Minute 3:6 vorn. Der Vorsprung fühlte sich indes nicht als solcher an. Die Gäste mussten sich ihre Torchancen gegen die aufmerksame Abwehr des TV mühsam erarbeiten, wurden oft vom frühen Pfiff der Schiris aus dem Rhythmus gebracht und waren im Abschluss nicht konzentriert genug.
Flein stellte sich zunehmend besser auf den Korber Angriff ein und fand seinerseits erfolgreich die Lücken im Korber Abwehrverband. Hier gab es Abstimmungsprobleme und die gefährliche Fleiner Torjägerin Anja Wörner bekam man über die gesamten 60 Minuten nur bedingt in den Griff. Ab der 20. Minute beim 12:11 häuften sich die Fehler auf Korber Seite und mit vier Toren in Folge, davon drei Konter, verschaffte sich Flein einen ansehnlichen Vorsprung zur Pause.
Bitter für Korb zudem: Jana Diederichs korrektes Rückzugsverhalten bei einem gegnerischen Konter wurde von den Unparteiischen als Notbremse interpretiert und mit der Roten Karte bestraft. Aus Korber Sicht eine völlig überzogene Entscheidung und in der Folge sollte es weitere Szenen geben, die bei Spielerinnen und Zuschauern für Kopfschütteln sorgten.

Für die ersten vier Minuten in Unterzahl und den Rest der Begegnung ohne ihre Spielmacherin kamen die Korber Frauen nach der Pause aufs Feld zurück. Dem Handicap trotzend, mit dem Willen „jetzt erst recht“ stemmte sich die Mannschaft engagiert gegen die drohende Niederlage. Zunächst half der Wille aber wenig, denn Flein machte weiter Druck und profitierte immer wieder von der Wurfkraft seiner auffälligsten Spielerin. Korb ließ sich jedoch nicht einschüchtern, kämpfte unermüdlich weiter und machte aus der nun stabilen Abwehr heraus Tempo. Im Angriff  war der Faden wieder gefunden, der Ball lief flüssig und so ergaben sich Chancen über den Kreis und die Außenpositionen.
Für Carmen Wiesenborn war Flein schon in der letzten Saison ein gutes Pflaster. Mit vier Treffern hatte sie auch diesmal wieder ihren Anteil an der Aufholjagd bis zum 21:21 in der  50. Minute.
Die Gastgeberinnen kamen in Bedrängnis und reagierten mit zunehmender Härte in der Abwehr. Die fälligen Siebenmeter verwandelten Heike Kranacher und Britta Küchler nervenstark in der sich jetzt dramatisch zuspitzenden Partie.

Das Spiel wogte hin und her. Beide Teams drängten auf den Sieg. Beim 27:29 fünf Minuten vor dem Ende hatte der SC die Nase vorn und Nina Meier im Tor zuvor drei Siebenmeter pariert. Bei Anja Wörners Gewaltwurf zum 29:30 Anschluss mussten sie und die Abwehr jedoch passen. Sekunden vor dem Abpfiff zeigten die Schiedsrichter nochmals auf den Korber Siebenmeterpunkt. Flein nutzte diese letzte Chance zum Punktgewinn, so dass die leidenschaftliche Leistung der gesamten Korber Mannschaft leider nicht mit einem Sieg belohnt wurde. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (2), Petra Feucht (2), Jessica Krug (3), Heike Kranacher (6/2), Britta Küchler (9/7), Anna Schwender (2), Anja Itterheim, Carmen Wiesenborn (4), Nina Franck, Sina Frank (1), Jana Diederich (1)

30.01.2011 SC Korb – SV LB-Oßweil  34:19 ( 17:10) 


Handballherz, was begehrst du mehr

„Besser geht nicht!“, der Kommentar des Trainers fiel kurz, knapp und wie immer treffend aus. So blieb mehr Zeit zum Feiern und Genießen. Und dazu hatten die Korber Frauen auch allen Grund. Mit einer grandiosen Darbietung deklassierten sie im Spitzenspiel der Landesliga den Zweiten, SV LB-Oßweil. Dem Tabellenführer gelang an diesem Tag alles. Hohes Tempo, Spielfreude, Dynamik, Tore aus allen Lagen, eine sensationelle Abwehr und eine geschlossene Mannschaftsleistung waren die Garanten für einen unerwartet deutlichen aber hochverdienten 34:17 Erfolg.

Auch die unerfreuliche Nachricht, dass Torhüterin Gaby Hammer auf einen Einsatz verzichten musste, brachte den Gastgeber nicht aus dem Konzept. Nina Meier stellte sich der alleinigen Verantwortung mit Bravour und zeigte über 60 Minuten eine starke Leistung.
Korb präsentierte sich also von Beginn an hochmotiviert und hellwach gegen den direkten Verfolger. Vergessen waren die vielen Fehlversuche und zahlreichen technischen Fehler am vergangenen Wochenende. Ebenso die Abstimmungsprobleme in der Abwehr. Die präsentierte sich von ihrer Schokoladenseite und im Angriff lief der Ball wie am Schnürchen. So ergaben sich zahlreiche Torchancen, in den Anfangsminuten überwiegend von der linken Seite. Anja Itterheim war dreimal in Folge nach cleverem Zuspiel von Caren Hammer erfolgreich. Jana Diederich glänzte erneut als Spielgestalterin und so hatten die Gäste beim 10:4 in der 15. Minute ihr Déja vu: Bereits im Hinspiel lagen sie zu eine frühen Zeitpunkt deutlich zurück. Erneut deutete sich ein Debakel für Oßweil an.
Der klare Vorsprung war für die Korber Frauen überhaupt kein Grund, einen Gang runterzuschalten. Stattdessen machten sie weiter enormen Druck, nutzen die eklatanten Lücken in der gegnerischen Abwehr konsequent, Petra Feucht traf endlich nach vier Pfosten- und Lattentreffern und Britta Küchler verwandelte ihren vierten Siebenmeter zum vorentscheidenden 17:10 zur Pause.

Korb agierte auch in den zweiten 30 Minuten weiter auf hohem spielerischem Niveau und vergrößerte beim 24:14 in der 40. Minute das Torepolster auf komfortable zehn Treffer. Die Gäste schienen desillusioniert, fanden einfach kein Rezept gegen die wie im Rausch spielenden Gastgeberinnen. Die Korber Abwehr stand weiterhin wie eine Eins und im Spiel nach vorn gelang alles. Abpraller landeten in Korber Händen, Heike Kranacher und Jana Diederich fabrizierten Tore und Anspiele aus scheinbar unmöglichen Situationen. Nina Franck traf aus dem Rückraum nach Belieben, Caren Hammer und Jessi Krug spielten in der 2. Welle wie aus einem Guss, Nina Meiers Gegenstöße landeten punktgenau in den Armen ihrer weitvorgerückten Mannschaftskolleginnen. Für die Zuschauer gab es handballerische Schmankerl im Minutentakt zu sehen.

Beim 25:15 in der 48. Minute war das Spiel natürlich längst entschieden. Oßweil versuchte mit einem Torwartwechsel sein Glück. Es war eine Verzweiflungstat, denn der Korber Torhunger war nicht zu stillen. Beim 31:17 betrug die Differenz 14 Tore. Ein Fiasko für die Gäste.
Haderte Oßweil auch mit dem Fehlen dreier Spielerinnen, der Tabellenführer war an diesem Tag in bestechender Form und nicht zu schlagen. (ak)

SC Korb: Nina Meier; Caren Hammer (5), Petra Feucht (2), Jessica Krug (3), Heike Kranacher (5),
Britta Küchler (4/4), Anja Itterheim (7), Carmen Wiesenborn, Nina Franck (3), Sina Frank (2),
Anna Schwender, Jana Diederich (3)


23.01.2011 HG Steinheim/Kleinbottwar  -  SC Korb   25:28 (11:11)


Mit dem Glück des Tüchtigen

„ Die Starken der Liga schwächeln, es gibt Ergebnisse, die so nicht zu erwarten waren. Und Korb könnte das auch passieren“, so Dieter Gramer vor dem Spiel in der Kabine. Seine Worte wurden fast zur selbsterfüllenden Prophezeiung. Aber nur fast. In einer hart umkämpften und spannenden Partie behielten die Korber Frauen beim Drittletzten HG Steinheim/Kleinbottwar die Nerven und erkämpften sich mit einer guten Abwehrleistung und dank der individuellen Stärke einzelner Spielerinnen den 25:28 Sieg. Nach einer miserablen Chancenverwertung im ersten Durchgang, spielte Korb in den zweiten 30 Minuten aus einer sicheren Abwehr seine Konterschnelligkeit aus. Jessica Krug krönte ihre gute Leistung mit einer 100%igen Quote bei zehn Treffern und Caren Hammer bewies ihre Entschlossenheit mit wichtigen Toren von Linksaußen und aus dem Rückraum.

„Wenn man oben steht, gewinnt man Spiele, die auf der Kippe stehen“. Wie wahr. Für den doppelten Punktgewinn musste sich Korb, ohne Anna Schwender (Klassenfahrt) angetreten, allerdings gehörig strecken. Die erste Viertelstunde war aus Korber Sicht gar nicht schön anzusehen. Zahlreiche Fehlversuche im Abschluss, in der Abwehr gab es noch Abstimmungsprobleme und Gaby Hammer musste nach einem Kopftreffer in der achten Minute passen. 4:2 stand es nach zehn Minuten und auch in der folgenden Zeit lief es für die Gäste nicht wirklich rund. Die Gastgeber dagegen machten langsam aber sicher ihr Spiel und kamen immer wieder über ihre gefährlichen Flügelspielerinnen zu Torerfolgen. 10:6 in der 18. Korb musste bis zur 25. Minute warten, um den ständigen Rückstand aufzuholen. Immer noch ging im Angriff zu wenig Gefahr für das gegnerische Tor aus. Dann schien das geeignete Mittel gefunden. Jessica Krug lief zweimal von Rechtsaußen in die Lücke und wurde mustergültig mit einem Anspiel bedient. Britta Küchler schaffte mit ebenfalls zwei Toren in Folge den Anschluss- und Ausgleichstreffer zum 11:11 Halbzeitstand.

Im zweiten Durchgang wurde die Partie richtig spannend. Korb wollte unbedingt die Punkte als Tabellenführer, die HG Steinheim/Kleinbottwar war begierig nach dem greifbaren Überraschungssieg. Nina  Franck brachte ihre Mannschaft mit einem fulminanten Rückraumtor beim 13:13 auf Tuchfühlung. Korb stand in der Abwehr mannschaftlich geschlossen und erkämpfte sich engagiert die nötigen Bälle für sein Konterspiel. Jessica Krug wurde wie aus dem Lehrbuch mit weiten Pässen bedient und ihr gelang mit dem 19:20 (45.) die erstmalige Führung für Korb.
Leider kamen die Gastgeberinnen immer wieder zu leichten Tore, die verhinderten, dass sich Korb vorentscheidend absetzen konnte. In der 54. Minute gelang Korb dennoch erstmals ein Zwei-Tore-Vorsprung. Eine unglückliche Schiedsrichterentscheidung bescherte den Gastgebern eine Siebenmeter, dazu kam ein weiterer Treffer von der Außenposition und es stand wieder Unentschieden: 25:25 drei Minuten vor dem Ende. Es war kein Spiel für schwache Nerven.
Mit einer wahren Energieleistung tankte sich Caren Hammer noch zweimal auf Linksaußen durch und riss ihr Team in den Endspurt mit. Nina Meier verhinderte eine Minute vor dem Ende im Gegenzug den möglichen Ausgleichstreffer und mit zwei Kontern zum 25:28 machte Korb in den Schlusssekunden den hart erkämpften Sieg perfekt.

Am nächsten Wochenende (Sonntag, 15.15 Uhr) empfangen die Korber Frauen den direkten Verfolger SG Ludwigsburg/Ossweil. Als heißer Aufstiegskandidat vor der Saison gehandelt sind die Ludwigsburger Vorstädter für Dieter Gramer Favorit der Begegnung und stehen unter Druck, gewinnen zu müssen. Sein Team dagegen könne locker aufspielen. Das einstige Saisonziel Klassenerhalt sei rein rechnerisch erreicht, die wochenlange Tabellenführung ein unerwarteter und großartiger Erfolg. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (7), Petra Feucht (1), Jessica Krug (10), Heike Kranacher, Britta Küchler (2), Anja Itterheim (2), Carmen Wiesenborn, Nina Franck (3), Sina Frank (1) Jana Diederich (2).

08.01.2011 TSV Asperg - SC Korb   29:32 (14:17)


Mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet

Die Korber Frauen kehren nach der Winterpause erfolgreich aufs Handballparkett zurück.
Beim 32:29 Sieg gegen den Achten TSV Asperg mussten sie sich allerdings gehörig strecken.
Obwohl Korb während der gesamten 60 Minuten spielerisch überlegen war , musste sich das Team von Trainer Dieter Gramer gegen dessen ehemaligen Verein ein ums andere mal auf seine kämpferischen Tugenden besinnen, um die ungestümen Asperger in Schach zu halten.
Die Zuschauer sahen eine sehr emotional geführte Partie, die in der zweiten Halbzeit an Härte zunahm. Dank einer starken Abwehrleistung und Jana Diederich, die im Angriff auf der Mittelposition geschickt die Fäden zog, sicherte sich Korb verdient die ersten zwei Punkte im neuen Jahr. 

Es war kein einfaches Spiel für den Tabellenführer, auch wenn es auf dem Papier so aussah. Asperg steckte als Achter in drohender Abstiegsgefahr und begann engagiert. Bis zum 5:5 kam Korb nicht so recht ins Spiel und in der Abwehr mangelte es an Disziplin. Die Einwechslung von Jana Diederich nach einer Viertelstunde sorgte zumindest für neuen Schwung im Angriff. Caren Hammer traf mit zwei blitzsauberen Würfen aus dem linken Rückraum und nach einem Hattrick von Carmen Wiesenborn, die sich an diesem Tag gleich siebenmal treffsicher zeigte, lagen die Gäste in der 20.Minute mit 10:12 in Führung. Ein größerer Vorsprung wäre möglich gewesen. Heike Kranacher war am Kreis immer wieder in aussichtsreicher Position, wurde aber rüde am Wurf gehindert. Die fälligen Siebenmeter blieben Korb nicht nur in dieser Phase von den Schiedsrichtern verwehrt. Im Gegenzug profitierte Asperg von zahlreichen Strafwurfentscheidungen, die er Gastgeber allesamt in Tore verwandeln konnten. Beim 14:17ging´s in die Pause.

Im zweiten Durchgang trat Korb entschlossener und konsequenter auf. Die beste Asperger Torschützin war bei Sina Frank gut aufgehoben. Die Partie wurde zunehmend ruppig, es folgten zahlreiche Zeitstrafen auf beiden Seiten. Korb blieb unbeeindruckt, erhöhte das Tempo und ging zwischenzeitlichen 15:19 Führung. Die Partie schien beim 16:20 in der 46. Minute fast gelaufen, doch dann kam nochmals Hektik auf. Asperg erzielte zwei Treffer über die rechte Außenposition zum 22:24. Dabei ging die Schützin gar nicht zimperlich zu Sache und zielte wie schon zuvor auf den Kopf von Gaby Hammer im Tor. 
Die passende Antwort auf diese Unsportlichkeit waren gehaltenen Würfe und natürlich Korber Tore. Selbst eine doppelte Manndeckung, die der Asperger Trainer anordnete, brachte den SC nicht aus dem Konzept. Gegen Ende leistete sich Korb noch ein paar Fehlpässe, versöhnte aber im Handumdrehen mit zwei Gegenstößen zum 29:32-Endstand.

Am kommenden Wochenende sind die Korber Frauen spielfrei, müssen sich aber auf Grund des hervorragenden Torverhältnisses keine Sorgen um die Tabellenführung machen. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (4), Petra Feucht (1), Jessica Krug (2),
Heike Kranacher (8/6), Britta Küchler, Anna Schwender (4), Anja Itterheim (1), Carmen Wiesenborn (7),
Nina Franck (1), Sina Frank, Jana Diederich (4)

19.12.2010  SC Korb - Degmarn/Oedheim  27:29  (13:9)


Korb trotz Niederlage weiter Tabellenführer

Das war keine schöne Bescherung. Mit 27:29 mussten sich die Korber Frauen dem Tabellensiebten aus Degmarn/Oedheim knapp geschlagen geben. Nach der Niederlage des TSV Schwieberdingen hätte Korb bei einem Sieg als alleiniger Tabellenführer in die Winterpause gehen können. In einer hartumkämpften Partie ging den Gastgeberinnen jedoch am Ende die Luft aus und sie konnten nach dem 27:27 in der 58. Minute das Spiel nicht mehr zu ihren Gunsten kippen. 
Ohne Nina Franck und Mareike Friedrich, dafür mit Ann-Katrin Heil aus der Zweiten und der kurzfristig eingesprungenen Beatrice Mesmer, startete die Partie bis zum 7:4 in der 15. Spielminute aus Korber Sicht noch nach Plan. Wie aus dem Lehrbuch verliefen die ersten Angriffsaktionen und die Abwehr hatte den Gegner gut im Griff. Degmarn/Oedheim machte aus dem Rückraum und auf  Linksaußen energisch Druck und kam beim 7:6 und 9:8 gefährlich nah, Korb aber meisterte die Drangphase und behielt bis zur Pause beim 13:9 die Oberhand.

In der zweiten Halbzeit wendete sich das Blatt. Die Gäste drängten energischer Richtung Korber Tor, hatten mehr Glück, eine 12-fach erfolgreiche Torschützin Jasmina Lohmann und erarbeiteten sich nach dem 14:14 Ausgleich in der 36. Minute einen scheinbar komfortablen Vorsprung zum 17:22 in der 47. Minute.
Vier Treffer in Folge von Anja Itterheim von Linksaußen brachte Korb wieder auf Tuchfühlung. Jana Diederich auf der Mitte brachte Heike Kranacher am Kreis in aussichtsreiche Wurfposition. Korb startete erfolgreich eine kurze Aufholjagd zum 26:26 Ausgleich in der 55. Minute. Am Ende fehlte dem Tabellenführer die Kraft, die Partie noch zu seinen Gunsten zu entscheiden. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier, Caren Hammer (7), Petra Feucht (4), Jessica Krug (2), Anna Schwender (1), Carmen Wiesenborn (2), Anja Itterheim (4), Jana Diederich (2), Beatrice Meßmer, Ann-Katrin Heil, Britta Küchler (1/1), Sina Frank , Heike Kranacher (4/2)

11.12.2010 TV Pflugfelden 2 - SC Korb   32:30  (17:14)

So hatten sich die Korber Frauen den Abschluss der Vorrunde nicht vorgestellt. Beim TV Pflugfelden mussten sie sich nach einer dramatischen Schlussphase knapp mit 32:30 geschlagen geben.

Selbst 30 Korber Tore, davon 12 von Caren Hammer, reichten an diesem Tag nicht zu einem Sieg. Die SC- Abwehr war vor allem in der ersten Halbzeit nicht sattelfest und ließ beim 17:14 bereits so viele Gegentreffer bis zur Pause zu, wie im gesamten Spiel gegen den TSV Schwieberdingen.
Mit einer kämpferisch starken Leistung holte Korb Ende der zweiten Halbzeit den lange auf vier Tore  angewachsenen Rückstand auf, wurde für seine Mühen aber letztlich nicht belohnt.

Von Beginn an lief es für die Frauen nicht rund. Im Spiel nach vorne wurden zu viele Bälle vertändelt und im Abschluss fahrlässig mit den Torchancen umgegangen. In der Defensive musste Anja Itterheim schön früh die zweite Zweiminutenstrafe hinnehmen, ein Handicap für Korb. Trainer Dieter Gramer nahm bereits nach zehn Minuten die Auszeit und stellte die Abwehr um, das verhinderte aber nicht die stets knappe Führung der Gastgeberinnen. Beim 8:8 gleich Korb aus, konnte in der Folge aber nicht beständig weiteragieren. Zudem verletzte sich Jana Diederich am Knöchel, eine weitere Schwächung auf der Mitterückraumposition. Kurz vor der Pause dann noch die Kniverletzung von Mareike Friedrich - Korb musste beim Halbzeitpfiff  den 17:14 Rückstand hinnehmen.

Den besseren Start in die zweite Hälfte gelang dem TV Pflugfelden. Beim 20:16 lag Korb erstmals vier Tore hinten und holte ihn bis zur 50. Minute auch nicht auf. Beim 30:26 schien das Spiel trotz des unermüdlichen Einsatzes verloren. Dann plötzlich wendete sich das Blatt. Korb traf viermal in Folge und kassierte keinen Gegentreffer. 30:30 kurz vor dem Ende. Ein Punkt schien greifbar. In Ballbesitz jedoch vergab Korb die Chance zur Führung und musste das 31:30 hinnehmen. Der letzte Treffer mit dem Schlusspfiff war nur noch Makulatur.

Trotz der Niederlage sind die Korber Frauen Herbstmeister. Ausschlaggebend ist das bessere Torverhältnis gegenüber dem punktgleichen Zweiten, TSV Schwieberdingen. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (12/2), Petra Feucht (8/2), Jessica Krug (2), Heike Kranacher (1/1), Britta Küchler, Anna Schwender (1), Anja Itterheim (1), Carmen Wiesenborn, Nina Franck, Mareike Friedrich, Sina Frank (2), Jana Diederich (3)

Bezirkspokal SV Winnenden - SC Korb 29:11


Kalte Halle...
aber eine klare Sache war das Bezirkspokalspiel der Korber Frauen(1. Landesliga) gegen die SV Winnenden (9.Bezirksklasse). 29:11 - der Klassenunterschied schlug sich deutlich im Ergebnis wieder. Trotz frostiger Temperaturen draußen und drinnen machte der Landeligist zu Beginn ordentlich Tempo, war allerdings im Abschluss nicht 100 % bei der Sache. 14:6 zur Pause.
Danach tat Korb nicht mehr als nötig. Trainer Dieter Gramer war das etwas zu wenig und nach einer Auszeit mit Ansprache legten seine Frauen nochmals einen Gang zu.
Dabei erfüllte Sina Frank den Wunsch des Traners vor dem Spiel: mehr Aktionen und Tore über den Kreis. Sieben Treffer steuerte sie bei, zusammen mit Jessica Krug und Anja Itterheim war sie in der zweiten Hälfte die auffälligste Akteurin. Die anderen sorgten mit sicherem Konterspiel in der letzten Viertelstunde für eine klare Tordifferenz beim 29:11 Endstand.

04.12.2010 SC Korb – TSV Schwieberdingen   27:18  (14:8)


Korb gewinnt Spitzenspiel

Pünktlich zum Spitzenspiel riefen die Korber Frauen gegen den TSV Schwieberdingen ihre beste Saisonleistung ab entschieden das Duell Erster gegen Zweiter beim 27:18 Erfolg deutlich für sich. Die beste Abwehr der Liga lieferte dabei ihr Meisterstück ab und war selbst für den druckvollen Angriff der Gäste nicht zu knacken. In einer temporeichen Partie, die auf hohem spielerischem Niveau dem Namen Spitzenspiel absolut gerecht wurde, trumpften die Gastgeberinnen zudem mit einer glänzend aufgelegten Gaby Hammer im Tor und der entschlossenen neunfachen Torschützin Petra Feucht auf.

Der Korber Triumph war eine Mannschaftsleistung erster Güte, zudem hatte Trainer Dieter Gramer sein Team optimal auf die Begegnung eingestellt und diesem gelang wie gefordert, die zuletzt gezeigten guten Leistungen nochmals zu toppen. Erneut war die Abwehr das Prunkstück im Korber Spiel. Selbst nach dem zehnten Spieltag bleibt sie unter 200 Gegentreffern.
Aber auch im Angriff zeigten die Frauen, was sie sich in den letzten Monaten erarbeitet hatten. Diszipliniert und geduldig, variabel und druckvoll präsentierte sich die Korber Offensive und ließ nur beim 0:1 dem Gast die Führung. Zwar waren die Spielanteile anfangs gleichmäßig verteilt, Korb war jedoch zielstrebiger in seinen Aktionen und überrumpelte die Gäste bis zum 9:2 in der 18. Minute. Die mussten verletzungsbedingt auf ihre starke Rechtsaußen verzichten und suchten ihre Chancen über den Kreis und die linke Seite. Dort jedoch hatten Jessica Krug und Petra Feucht alles fest im Griff und waren darüber hinaus im Spiel nach vorn wesentliche Aktivposten.
Der Mittelblock überzeugte mit viel Übersicht und großer Laufbereitschaft und wie so oft, störten Anja Itterheim und Anna Schwender die gegnerischen Angriffsbemühungen bereits frühzeitig. Das kräftezehrende 4:2 Abwehrsystem hinderte Korb nicht daran, im Spiel nach vorn hohes Tempo zu gehen. Auch nach der Schwieberdiger Auszeit beim 9:3 setze der SC den Gegner mächtig unter Druck und konnte bei seinen konsequent und schön herausgespielten Chancen über den Kreis und Außen meist nur durch siebenmeterreife Fouls gebremst werden. Auch aus der zweiten Reihe bewegte sich was – ob durch die wurfgewaltige Caren Hammer  oder Petra Feuchts verdeckte Schlenzer - Korb erhöhte in der Folge auf 13:6. Die letzten zehn Minuten verflachte das Tempo im Spiel. Dafür wurde es quasi mit dem Halbzeitpfiff (14:8) laut und emotional, als das gut leitende Schiedsrichtergespann das Regelwerk konsequent auslegte und eine harte Attacke gegen Caren Hammer beim Sprungwurf mit Rot gegen die Schwieberdinger Spielerin ahndete.
Nach der Pause versuchte Korb in Überzahl das Tempo hochzuhalten, tat sich im Angriff aber schwerer, denn Schwieberdingen war nun besser eingestellt und ließ acht Minuten lang nur zwei Gegentreffer zu. Dass in dieser Phase der Vorsprung nicht schmolz, war dem Pech der Gäste bei drei Pfostentreffern und vor allem Gaby Hammer im Korber Tor zu verdanken, die einen Siebenmeter parierte und weitere hochkarätige Chancen der Gäste vereitelte. Bereits in der 43. Minute beim Stand von 18:10 wurden die Trommler der zahlreich mitgereisten Schwieberdinger Fans müde und eine Entscheidung war gefallen. Dennoch boten beide Teams in der weiteren Minuten attraktiven, schnellen Handball und noch zahlreiche sehenswerte Tore. Korb spielte mit dem Vorsprung im Rücken souverän wie ein Tabellenführer seine zweite Welle aus und die Abwehr stand weiter so kompakt und sicher wie zu Beginn. Am Ende eines erstklassigen Landesligaspiels feierten die heimischen Zuschauer den hochverdienten Sieg ihrer über 60 Minuten engagierten Mannschaft. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (3), Petra Feucht (9), Jessica Krug (3), Heike Kranacher (3/3), Britta Küchler, Anna Schwender (1), Anja Itterheim (2), Carmen Wiesenborn (2), Nina Franck (1), Mareike Friedrich (2), Sina Frank (1), Jana Diederich

28.11.2010 HSG Marbach/Rielingshausen - SC Korb 16:24 (9:10)


Korb erfüllt seine Pflicht

Dank guter 30 Minuten in der zweiten Spielhäfte erledigten die Korber Frauen ihre Aufgabe beim 16:24-Pflichtsieg gegen die HSG Marbach/Rielingshausen ordentlich.
Nur bis zur Pause ließ sich Korb von der trägen Spielweise des Achten der anstecken, danach spielte Korb temporeicher und machte souverän den Sieg perfekt.

Bis zum 2:5 in der zehnten Minuten lief für den Tabellenführer alles nach Plan. Die Gastgeberinnen spielten mehr im Rückwärts- als im Vorwärtsgang und die aufmerksame Abwehr mit den Vorgezogenen Anja Itterheim und Anna Schwender schnappte sich frühzeitig den Ball. Die Konter brachte Korb zunächst alle im gegnerischen Tor unter. Doch dann ließ sich Korb vom Gegner einschläfern und brachte auch im eigenen Angriff nicht mehr viel Druck aufs Tor. Zudem vergab der SC fahrlässig seine Torchancen und zwei Siebenmeter.
Nach dem Ausgleich in der 18. Minute hatte die HSG auf einmal beim 8:7 die Nase vorn. Doch Caren Hammer brachte mit einem schönen Anspiel auf Heike Kranacher und einem kraftvollen Treffer aus dem Rückraum ihr Team wieder in Führung. 9:10 stand es zur Pause.

In der Kabine forderte Trainer Dieter Gramer mehr Tempo und Konzentration auf die eigenen Stärken.
Diszipliniert setze sein Team die Vorgabe um und entschied bereits beim 10:18 in der 40. Minute das Spiel zu seinen Gunsten. Die Gastgeberinnen leisteten in der Folge keinen Widerstand, aus der sicheren Abwehr heraus konterte Korb den Gegner aus und zeigte auch im Angriff noch sehenswerte Spielaktionen aus dem Rückraum und über den Kreis.
Spektakuläres war nicht dabei, außer dies: Petra Feucht lieferte eine artistisch anmutende Einlage. Beim Zurücklaufen fing sie einen langen Pass des Gegners ab- in Manier eines Fußballers beim Fallrückzieher. Vom Schienbein prallte der Ball als Vorlage zum Gegner zurück, der so zu einem kuriosen Tor kam. Nicht nur der Gegentreffer war kein Beinbruch, auch Petra Feucht überstand die Flugeinlage unbeschadet.
Der Trainer: "Wenn die Generalprobe nicht so glänzend läuft, dann können wir jetzt gespannt optimistisch auf die "Premiere" am nächsten Wochenende schauen."
Gemeint ist das Spitzenspiel in der Landesliga Staffel 1, gegen den direkten Verfolger TSV Schwieberdingen, der sein Spiel gegen die abwehrstarke SV LB-Oßweil deutlich gewonnen hat und mit ebenfalls nur zwei Minuspunkten auf Platz Zwei der Tabelle steht. (ak)

Gaby Hammer, Nina Meier; Jessica Krug (1), Petra Feucht (4/2), Anna Schwender (2), Anja Itterheim (2), Nina Franck, Carmen Wiesenborn, Heike Kranacher (6/4), Jana Diederich (3), Britta Küchler, Caren Hammer (4), Mareike Friedrich (2)

14.11.2010 SC Korb – TSG Öhringen  39:14  (18:8)


Korb deklassiert seinen Gegner

Ein Sieg war Pflicht. Mit einem Torefestival gegen die völlig überforderte TSG Öhringen demonstrierten die Korber Frauen ihre derzeit gute Form und untermauerten ihre Spitzenposition in der Landesliga. Beim 39:14 deklassierten sie die Gäste. Die hatten in ihrem Vorbericht noch angedeutet, für eine Überraschung beim Tabellenführer sorgen zu wollen. Der aber belehrte sie eines Besseren und Öhringen erlebte sein blaues Wunder.
Die momentan prima Stimmung wollte sich der SC Korb vom Tabellenneunten nicht vermiesen lassen. Schon gar nicht in einem Heimspiel. Vor Überheblichkeit und daraus resultierender Lässigkeit warnte Trainer Dieter Gramer seine Mannschaft aber vor der Partie eindrücklich. Auch in einer der Tabellensituation vermeintlich eindeutigen Konstellation müsse man konzentriert und mit Vollgas auf dem Spielfeld präsent sein.

Kein Problem für sein Team. Den ersten Treffer überließ man dem Gast, danach spielte 60 Minuten lang nur noch Korb die erste Geige gegen einen überforderten Gegner.
Allen voran Anja Itterheim, die als Spielgestalterin und Vollstreckerin gleichermaßen, maßgeblichen Anteil an der raschen Führung bis zum 10:2 in der 11. Minute hatte. Ihr in nichts nach standen die beiden anderen Youngster Caren Hammer und Jessi Krug. Erstere verdiente sich wieder einmal Bestnoten in der Abwehr und Jessi glänzte mit einer astreinen Quote im Abschluss.
Trotz Öhringens Auszeit in der 12. Minute und einer durchaus kompakten Abwehrleistung, gelang es Korb temporeich und über sehenswerte Spielzüge mit einer sicheren Chancenverwertung , die Führung über 12:2 bis zum 16:6 weiter deutlich auszubauen.
Auch in der Defensive passte an diesem Tag alles, wobei sie auch nicht überdurchschnittlich gefordert war. Die Gäste mühten sich mit eine schwachen Rückraum gegen eine dichtgestaffelte SC-Abwehr meist vergeblich und kamen nur durch ihre starken Außenspielerinnen zu Torerfolgen. Egal, in welcher Formation Korb auf dem Feld stand, es lief einfach gut. Eine harmlose TSG Öhringen biss sich am Tabellenführer die Zähne aus und den Zehn-Torevorsprung hielt Korb bis zur Pause.

Die Maxime für die zweite Hälfte lautete, nicht nachlassen, sondern noch einen drauflegen.
Öhringen spielte in einer weiterhin äußerst einseitigen Partie noch eine zeitlang willig mit, spätestens ab der 45. Minute ergab es wehrlos seinem Schicksal. Korb traf aus allen Lagen und erhöhte nochmals das Tempo. Die Öhringer Abwehr existierte derweil nicht mehr. Sina Frank hatte allen Platz der Welt für ihre sechs Treffer vom Kreis.
Die Korber Defensive erstickte die Gästeaktionen im Keim und überrollte mit der 2. Welle den Gast. Petra Feucht freute sich bei ihren Gegenstößen über die Vorarbeit ihrer aufmerksamen Mitspielerinnen in der Abwehr und Nina Meier im Tor knüpfte an die gute Leistung vom vergangenen Wochenende an.
Nach dem 27:9 in der 38. Minute kam die Führung mit 20 Toren. Korb bestrafte jeden Fehler des Gegners kompromisslos mit einem Tor.
Dessen nicht genug. Die Gastgeber waren noch immer hungrig und noch lange nicht satt. Jetzt wollte der Rückraum seine Trefferquote erhöhen. Außerdem wartete die Statistik noch darauf, dass alle Spielerinnen sich in die Torschützenliste eintragen. Jana Diederich spannte sie bis zur 55. Minute auf die Folter. Da traf sie mit einem schönen Heber zum 37:13.
Beim 39:14 in der 58. Minute sehnten sich die Korber Fans nach der 40 auf der Anzeigentafel.
Es klappte nicht ganz, aber das I-Tüpfelchen hatte die Mannschaft längst gesetzt. 

Nach einem spielfreien Wochenende wartet in 14 Tagen die HSG Marbach/Rielingen. Und danach kommt es voraussichtlich zum Duell um die Herbstmeisterschaft gegen den TSV Schwieberdingen. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Jessica Krug (5), Petra Feucht (8/2), Anna Schwender (2), Anja Itterheim (5), Nina Franck (2), Carmen Wiesenborn (2), Heike Kranacher (1/1), Jana Diederich (1), Britta Küchler (2/2), Caren Hammer (3), Mareike Friedrich (2), Sina Frank (6)

06.11.2010 SG Leonberg/Eltingen – SC Korb  27:29  (16:11)


Ein unglaubliches Handballspiel

Was am Samstagabend in der Leonberger Sporthalle geschah, ist kaum zu glauben. Lagen die  Korber Frauen in der 42. Minute beim 13:23 noch hoffnungslos zurück, drehten sie in der letzten Viertelstunde den Spieß um und überrollten die SG Leonberg/Eltingen in einer unglaublichen Aufholjagd binnen weniger Minuten mit einer sensationellen Leistungs.
Mit dem hochverdienten, vielumjubelten 29:27-Erfolg stellt Korb eindrucksvoll seine große kämpferische Stärke und den Siegeswillen unter Beweis und behauptet zu Recht weiterhin die Tabellenführung.

„Dieses Spiel ist ein wichtiger Schritt in unserer Entwicklung“, hatte Trainer Dieter Gramer vor der Partie gesagt. In welcher Weise treffend seine Worte sein sollten, hatte er wohl nicht geahnt.
Die Gastgeber hingegen konnten nicht fassen, wie ihnen geschehen war. An der Niederlage werden sie wohl noch lange zu knabbern haben. Ein sicher geglaubter Erfolg wurde ihnen von einer engagierten Korber Mannschaft aus den Händen gerissen.
Dabei sah bis zur 42. Minute alles so einfach und klar aus.
Korb erzielte zwar den ersten Treffer, machte in der Folge jedoch zu viele Fehler im Angriff und schenkte der  spielstarken und gegen den Tabellenführer hochmotivierten SG Leonberg/Eltingen zu viele Konterchancen. Die Geschenke nahm diese gerne an und setzte sich schnell auf 8:4 ab. Die Korber Defensive stand ordentlich, doch was nützte das, wenn im Angriff nicht viel zusammenlief.
Dieter Gramer wechselte durch, aber eine Verbesserung brachte das nur kurzfristig. Nach dem 10:5 schrumpfte der Korb Rückstand bis zum 13:10 auf drei Tore, bis zur Pause verschaffte sich der Gastgeber erneut ein Torepolster beim 16:11.
Entschlossen das Spiel zu wenden, kam Korb zurück aus der Kabine. Auf dem Feld passierte aber erst einmal nur Ernüchterndes.
Bis zur 42. Minute dominierte der Gegner das Spielgeschehen und beim 13:23 waren eigentlich Tatsachen geschaffen. Die Korber Fans legten die Trommeln zur Seite, die heimischen Fans stimmten Jubelgesänge an, die Leonberger Spielerinnen wähnten sich schon im Siegesrausch und auf der Korber Bank schien es, als habe man sich mit dem ausweglosen Spielstand abgefunden. 

Was nachfolgend geschah ist im Grunde nicht zu erklären.
Korb legte den Schalter um und gab Vollgas. Mehr als das. Nach zwei Hinausstellungen spielte Leonberg in doppelter Unterzahl, Nina Meier hielt einen Siebenmeter und Jana Diederich schaltete im Angriff den Turbo ein. Die ganze Mannschaft spielte sich in einen Rausch und den Gegner schwindelig.
Großartiger Kampf, ein irres Laufpensum von Anja Itterheim und Caren Hammer, eine treffsichere Jessica Krug, Nina Meier mit glänzenden Reflexen – innerhalb von neun Minuten hatte Korb zwölf Treffer erzielt und nur zwei Gegentreffer hinnehmen müssen. Der Ausgleich zum 25:25 ( 51.) war geschafft.

Auf den Rängen trommelten die mitgereisten Fans wieder wie verrückt, die heimischen Zuschauer mussten konsterniert zusehen, wie sich ihr Team der unaufhaltsamen Niederlage wehrlos zu ergeben schien. Korb legte noch zwei Tore drauf zum 27:25 in der 55. Minute. Ein kurzes Aufbäumen der Gastgeber zum 27:27. Dramatik pur. Aber Korb war an diesem Tag zu allem fähig. 29:27 – ein unglaublicher Sieg der allerhöchsten Respekt verdient. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (3), Petra Feucht (5/2), Jessica Krug (7),  Heike Kranacher (3/3), Anna Schwender, Anja Itterheim (6), Carmen Wiesenborn, Nina Franck (1), Mareike Friedrich (2), Heike Bruckner, Sina Frank, Jana Diederich (2)

24.10.2010 SC Korb – TV Flein  24:25 (13:14)


Korb hat´s erwischt

Die weiße Weste des Tabellenführers hat Flecken bekommen. Gegen den TV Flein mussten die Frauen des SC Korb die erste Niederlage hinnehmen. Ausgerechnet auf heimischem Boden. Eine umstrittene Siebenmeterentscheidung in der letzten Sekunde und der daraus resultierende Treffer zum 24:25 für den Gast sorgten für die Entscheidung zugunsten der an diesem Tag besseren Mannschaft. Trotz der Niederlage bleiben die Frauen Erste in der Tabelle.
Eine Punkteteilung wäre glücklich gewesen. Flein war das präsentere, aggressivere und spielerisch bessere Team. Korb hatte von Beginn an Probleme gegen die zupackende Abwehr und die hochgewachsenen und robusten Rückraumspielerinnen, allen voran die Nr. 10. Sie traf nach Belieben und verwandelte zudem fünf Siebenmeter.
Trainer Dieter Gramer hatte sein Team darauf vorbereitet: „Die legen in den ersten zehn Minuten los wie die Feuerwehr.“  Und so geschah es denn auch. Bis zum  2:5 in der 11. Minute dominierte der Gast. Die Korber Defensive ließ die nötige Aggressivität und vor allem Ordnung vermissen. Im Angriff ein ähnliches Bild. Spielerisch lief wenig zusammen. Korb fühlte sich an die Dramaturgie der Partie der vergangenen Spielzeit erinnert, als man fast uneinholbar zur Pause zurücklag. Soweit sollte es diesmal nicht kommen. Britta Küchler  verwandelte nervenstark ihre Siebenmeter und die Einwechslung von Jana Diederich in der 15. Minute brachte mehr Schwung und Linie ins Spiel. Zusammen mit der laufstarken Anja Itterheim setzte sie die nötigen Impulse für einen Zwischenspurt bis zum 11:11 Ausgleich. Carmen Wiesenborn gelang in der 24. Minute mit einem schönen Heber von Rechtsaußen die erstmalige Führung für die Gastgeberinnen. Zur Pause gelang Flein dennoch die knappe Führung beim 13.14.

Im zweiten Durchgang verlief die Partie anfangs ausgeglichen. Die kurze Deckung der stärksten Werferin durch Anja Itterheim zeigte kurzzeitig Wirkung. Aber in der Hintermannschaft stimmte ein ums andere mal die Zuordnung nicht und Flein kam über den Kreis zu weiteren Treffern bis zum 15:18 in der 38. Minute. Die Korber Frauen kämpften nun energisch für eine Wende des Spiels, das an Dramatik zunahm. Beim 19:20 parierte Nina Meier, ab der 40. Minute für Gaby Hammer im Tor, zwei wichtige Bälle von Außen, aber ihre Vorderleute verpassten im Gegenzug die Gelegenheit, bei zweifacher Überzahl das Spiel für sich zu kippen. Stattdessen erzielte Flein die Treffer zur erneuten Führung (19:23). Die Zuschauer sahen nun dramatische Szenen. Korb hatte Glück bei zwei Pfostentreffern der Gäste und Pech, als Petra Feucht an der gegnerischen Torhüterin scheiterte. 20 Sekunden vor dem Ende bewies Caren Hammer mit einem genialen Pass auf die freistehende Heike Kranacher am Kreis Übersicht – es fiel der vielumjubelte 24:24-Ausgleich.
Flein nahm die Auszeit, Dieter Gramer motivierte sein Team nochmals – bis zur Schlusssekunde schien wenigstens eine Punkteteilung möglich. Völliges Unverständnis herrschte dann auf Korber Seite über die Entscheidung der Unparteiischen kurz vor dem Ende – Abwehr durch den Kreis. Der verwandelte Siebenmeter bedeutete die erste bittere Heimniederlage für die Korber Frauen.

Dieter Gramer, mit etwas Abstand nach dem Schlusspfiff: „Korb hat heute gegen eine bessere Mannschaft verloren, aber erneut eine tolle Moral bewiesen und nie aufgehört, gewinnen zu wollen.“ (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (3), Petra Feucht (2), Jessica Krug (1), Heike Kranacher (1), Britta Küchler (5/5), Anna Schwender, Anja Itterheim (5), Carmen Wiesenborn (4), Nina Franck, Marina Tonne, Heike Bruckner, Sina Frank, Jana Diederich (3)

Bezirkspokal HSK Urbach/Plüderh. - SC Korb 18:40

Klare Sache für den Favoriten

Standesgemäß gewann der Tabellenführer der Landesliga Staffel 1 am Dienstagabend im Pokalspiel gegen den Aufstiegsfavoriten in der Kreisliga A, die HSK Urbach-Plüderhausen. Das hohe Ergebnis spiegelt deutlich den zweifachen Klassenunterschied wieder. Die Frauen des SC Korb machten in der zweiten Hälfte mit ihrem Tempospiel und insgesamt 40 Toren alles klar und erreichen so locker die nächste Runde im Bezirkspokal.

Trotz des erfreulichen Ergebnisses sind und werden Trainer Dieter Gramer und der Pokalwettbewerb keine Freunde. ;-)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer, Petra Feucht, Jessica Krug, Heike Kranacher, Anna Schwender , Anja Itterheim , Carmen Wiesenborn, Marina Tonne, Heike Bruckner, Sina Frank, Jana Diederich, Britta Küchler (ak)

17.10.2010 SSV Hohenacker - SC Korb 20:27  (12:16)

Korb bleibt ganz oben

Für diesen Erfolg mussten sich die Korber Frauen 1 ganz gehörig strecken! In einer zerfahrenen und hart umkämpften Partie beim Tabellenvorletzten SSV Hohenacker brachten Kampfgeist und eine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte den am Ende deutlichen 20:27 Sieg. Korb behauptet weiterhin verlustpunktfrei die Tabellenführung.
Eins war klar: Die Gastgeber standen nach wenigen Spieltagen schon mit dem Rücken zur Wand und würden hartnäckig nach dem ersten Erfolgserlebnis suchen. Als Tabellenführer wollte Korb natürlich an die hervorragenden Leistungen der letzten Wochen anknüpfen und seine Spitzenstellung behaupten.
 „Das geht hier heute nicht nebenbei“ warnte Trainer Dieter Gramer in der Kabine. Hohenacker sei zuletzt unter Wert geschlagen worden und so forderte er  60 Minuten Vollgas von seinem Team. Zudem eine bessere Trefferquote, Disziplin und Engagement in der Abwehr, die den SC derzeit so auszeichnen.

Das jedoch wollte in der ersten Halbzeit nicht gelingen. Von Beginn wogte das Spiel hin und her. Schnelle Treffer, viele vergebene Chancen und Ballverluste auf beiden Seiten.  Es war kein Spiel für Handballästheten. Das Prunkstück der vergangenen Begegnungen offenbarte an diesem Tag ungeahnte Schwächen. Hohenacker marschierte mit Leichtigkeit durch die Korber Abwehr und kam vor allem über den Kreis und die Außenpositionen zu Toren. Im Gegenzug suchte der Gast in Einzelaktionen oder einfachen Würfen aus dem Rückraum den Weg zum Erfolg. Nach dem 2:2 setzte sich Korb auf 3:7 ab, musste aber  in der 15. Minute trotz einer defensiver eingestellten Abwehrformation den Anschlusstreffer zum 9:10 hinnehmen.
Drei schnelle Kontertore in Folge zum 10:13 verschafften dem SC etwas Luft und zwischen der 20. und 25. Minute fand die Defensive endlich zu mehr Stabilität. Der Angriff jedoch immer noch nicht zu seinem Spiel. Petra Feucht versuchte es ein ums andere mal mit einem Gewaltschuss, so hielt Korb den Vorsprung bis zum 12:16 zur Pause.
Kurz nach Wiederanpfiff kassierte Korb einen unglückliches Treffer. Kein guter Start in die zweite Hälfte. Die Begegnung wurde noch hektischer und zerfahrener als sie schon war. Hohenacker wurschtelte sich immer wieder durch die Abwehr und drängte unbedingt auf eine Wende des Spiels.
Aber in dieser Phase sorgten Caren Hammer und Anja Itterheim mit ihren jeweils sieben Toren immer wieder dafür, dass der Korber Vorsprung über 15:19 und 19:24 in der 54. Minute hielt. Nun fand auch die Defensive über den Kampf zu ihrer bewährten Stärke und auf Gaby Hammer im Tor war Verlass. Selbst in den letzten Minuten gab sich Hohenacker nicht auf, fand aber im kampfstarken SC Korb seinen Meister. 20:27 – das Ergebnis erscheint standesgemäß. Den Platz an der Sonne musste sich Korb aber hart verdienen und ein bisschen half auch das Selbstbewusstsein, das man eben hat, wenn man oben steht.

„So eine 150% Klasseleistung wie in Oßweil kann man nicht jede Woche abrufen“, weiß der Trainer, „aber solche Spiele gegen unbequeme Mannschaften muss man auch gewinnen können.“
Korb kann das in dieser Saison und bleibt mit Abstand die beste Abwehr der Liga. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (7), Petra Feucht (7/2), Jessica Krug (2), Heike Kranacher (1/1), Anna Schwender (1), Anja Itterheim (7), Carmen Wiesenborn, Nina Franck (1), Marina Tonne, Heike Bruckner (1), Sina Frank

09.10.2010 SV LB/Oßweil - SC Korb 12:20 (3:7)


Korb erobert die alleinige Tabellenführung

Nur 12 Gegentreffer sprechen einfach für sich! Die bis zum Wochenende „beste“ Abwehr der Liga fand ihren Meister in der Korber Defensive. Diese zeigte eine geradezu meisterliche Leistung bei der SV LB-Oßweil und war somit Garant für den 20:12- Erfolg im Aufeinandertreffen der beiden Tabellenführer vor dem vierten Spieltag.

Für Trainer Dieter Gramer war die Partie eine ernsthafte Standortbestimmung, die sein Team mit Bravour bestanden habe. Er trat nach dem Spiel aber zugleich auf die Euphoriebremse. „Im Angriff ist noch viel Luft nach oben“. Die Korber Frauen schwimmen also weiter auf der Welle des Erfolgs, den sie sich allerdings Woche für Woche fleißig erarbeiten.

3:2:1(Oßweil) gegen 4:2 (Korb) lautete das Duell der Abwehrreihen, das die gesamte Partie dominieren sollte. Korb, ohne die erkrankte Britta Küchler, spielte sein System perfekt. Diszipliniert, hochkonzentriert und „mit Köpfchen“, so wie es der Trainer gefordert hatte, war die SC –Abwehr in der ersten Hälfte gut aufgestellt und quasi unüberwindbar. Bis zur zehnten Minute kamen gerade mal zwei Würfe auf Gaby Hammers Tor, die sonstigen Angriffsbemühungen fischten sich Anja Itterheim und Anna Schwender weg oder sicherte sich der aufmerksame Mittelblock um Caren Hammer.

Die Gastgeber mühten sich redlich in ihrem Angriffsspiel, wirkten im Verlauf der ersten 30 Minuten aber mehr als einmal ratlos. Fünfmal zeigten die gutleitenden Schiedsrichter Zeitspiel für Ossweil an und die mageren drei Törchen bis zum Halbzeitpfiff kamen fast einem Offenbarungseid gleich.

Nicht von ungefähr aber resultiert der vordere Tabellenplatz der Heimmanschaft. Korb hatte ebenfalls Probleme, gegen die starke Defensive den Weg zum Tor zu finden.

Hauptsächlich das schnelle Spiel aus der Abwehr heraus ermöglichte den Vorsprung zum 2:5 in der 20. Minute. Erst in der 25. Minute sahen die Korber Fans einen schön herausgespielten Treffer zum 3:6, eingeleitet von Heike Bruckner. Bemerkenswert dabei: Korb erzielte ihn in Unterzahl spielend. Kurz danach stand der SC sogar nur noch mit vier Spielerinnen auf dem Feld. Dennoch gelang das 7:3 zur Pause.

Der ungläubige Blick auf die Anzeigentafel kurz nach Wiederanpfiff erweckte den Anschein, das Spiel befände sich in der Anfangsphase. Korb spielte nun defensiver eingestellt aber genauso effektiv.

Es waren 33 Minuten vergangen als Jessica Krug erst einen Gegenstoßversuch der Gastgeberinnen vereitelt hatte, Sekunden später aber schon wieder auf Rechtsaußen als Vollstreckerin zur Stelle war. Bis zur 40. Minute erhöhte Anja Itterheim mit zwei weiteren Treffern in Folge auf 5:11.

Die Partie wurde nicht erst jetzt dem Namen Spitzenspiel absolut gerecht. Korb trumpfte mit Tempo und Engagement auf. Oßweil leistete erbitterten Widerstand gegen die drohende Deklassierung.

Ab der 42. Minute hatte Korb kurzzeitig eine Schwächephase. Mehrere unnötige Ballverluste, vergeben Torchancen gegen die starke Oßweiler Torhüterin und Nachlässigkeiten in der Abwehr waren Zeichen für den enormen Einsatz in dieser Begegnung auf hohem spielerischem und kämpferischen Niveau.

In dieser Phase konnten sich die Korber Frauen wieder einmal auf ihre Torhüterin verlassen. Gaby Hammer war sicherer Rückhalt und vereitelte in der  50. Minute und Korber Unterzahl mit einer Glanzparade eine 100% Torchance zum möglichen Anschlusstreffer beim 11:16. Die starke Anna Schwender erzielte wenig später das vorentscheidende 11:17. In den letzten Minuten war Korb Herr im Haus auf gegnerischem Terrain und begeisterte nochmals mit zwei herrlich herausgespielten Treffern. Den Schlusspunkt setzte Petra Feucht mit einem verwandelten Siebenmeter zum hochverdienten 20:12-Erfolg aus Korber Sicht. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (3), Petra Feucht (3/1), Jessica Krug (3), Heike Kranacher (2), Anna Schwender (4), Anja Itterheim (3), Carmen Wiesenborn, Nina Franck, Marina Tonne, Mareike Friedrich, Heike Bruckner (2), Sina Frank

03.10.2010  SC Korb – HG Steinheim/Kleinbottwar  26:21  ( 15:10)


Korb weiterhin mit weißer Weste

Nach den rauschenden Handballfesten der beiden letzten Spieltage kehrte für den SC Korb im zweiten Heimspiel der Handballalltag ein. Beim 26:21-Arbeitsieg behielten die Frauen allerdings verdient ihre weiße Weste und behaupteten so die Tabellenführung in der Landesliga Staffel 1. Gegen die schwache HG Steinheim/Kleinbottwar, Württembergliga-Absteiger und noch immer ohne Sieg, reichte eine durchschnittliche Leistung zum Erfolg.
„Wir geben zuhause keine Punkte ab und bekommen höchstens 21 Gegentreffer“, so lautete die Vorgabe von Trainer Dieter Gramer zu Saisonbeginn. Die Mannschaft bleibt also im Soll.

Der Trainer hatte seine Frauen gewarnt. Die HG stehe mit dem Rücken zu Wand und gebe sich mit dem Platz im hinteren Tabellendrittel nicht zufrieden. Der Gast bot jedoch nicht mehr als handballerische Hausmannskost. Dennoch agierten die Gastgeberinnen zu Beginn unerwartet nervös und verhalten gegenüber der unbequemen und ermüdenden Spielweise des Gegners.
Bereits in der sechsten Minute mahnte der Korber Coach in der Auszeit zu mehr Konzentration. Dabei sorgte Anja Itterheim mit einem temporeichen Auftritt in der ersten Viertelstunde für drei Tore, die Abwehr hinter ihr ließ jedoch genauso viele Gegentreffer zu. Das 4:4 durch Caren Hammer und der Siebenmetertreffer von Britta Küchler zur erstmaligen Führung beim 5:4 in der 13. Minute waren ein erstes Zeichen für mehr Schwung im Korber Spiel. In der Folge hatten die Gastgeberinnen stets die Nase vorn, konnten sich aber nicht entscheidend absetzen. Nachlässig gingen sie mit ihren Chancen um, die Abwehr packte nicht entschlossen genug zu.
Erst ab der 22. Minute und Nina Francks Toren zum 12:10 und 13:10 fand Korb zu einer spielerischen Linie und hatte beim 15:10 zur Pause die Partie im Griff.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer weiterhin nichts Spektakuläres. Korb wählte die sichere 6:0-Abwehrvariante gegen den harmlosen Gegner und baute im Angriff auf seine spielerischen Varianten. Über 17:11 und 20:13 setzte sich der SC vorentscheidend ab.
Ab der 43. Minute tat Korb nicht mehr als nötig, ging fahrlässig mit seinen Chancen um, ohne jedoch vom Gegner ernsthaft dafür bestraft zu werden. Beide Teams leisteten sich zahlreiche technische Fehler und die Begegnung plätscherte müde vor sich hin.
Beim 24:17 acht Minuten vor dem Ende flackerte bei den Gästen ein kurzes Aufbäumen auf und auf Korber Seite hatte Petra Feucht Pech bei zwei Pfostentreffern. Doch das 24:20 brachte den SC nicht aus der Ruhe, ganz im Gegenteil - er schaltete nochmals einen Gang hoch und machte mit drei Treffern hintereinander den Sack beim 26:21 zu.

Am nächsten Samstag steht ein Spitzenspiel an. Bei der SV LB-Oßweil wartet eine weitaus größere Herausforderung auf die Korber Frauen. Die Ludwigsburger Vorstädterinnen sind ebenfalls noch ohne Punktverlust und zeichnen sich durch eine aggressive und erfolgreiche Defensive aus. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (1), Petra Feucht (5), Jessica Krug (1), Heike Kranacher, Britta Küchler (2/2), Anna Schwender (1), Anja Itterheim (4), Carmen Wiesenborn (2), Nina Franck (5), Marina Tonne, Mareike Friedrich (2), Heike Bruckner (2), Sina Frank (1)

26.09.2010 SG Degmarn- Oedheim  -  SC Korb  17:27 (7:14)


Das war eine sensationelle Leistung

Eine hervorragende Abwehrleistung und Torhüterin Gaby Hammer in Topform waren die Garanten für den hochverdienten 27:17- Auswärtssieg bei der SG Degmarn-Oedheim. Korb, ohne Heike Bruckner, Sina Frank und Jana Diederich angetreten, knüpfte von Beginn an an die Leistung des letzten Spiels an und überrollte den Gastgeber in der ersten Viertelstunde mit rasantem Tempospiel aus einer aggressiven Defensive heraus.

Voll des Lobes für sein Team war Trainer Dieter Gramer denn auch bereits fünf Minuten vor dem Ende in der Auszeit: „ Was ihr da leistet heute, das ist sensationell“.
Die Gastgeber wussten gar nicht so recht, wie ihnen geschah. Die aggressive Korber Abwehr erstickte die Degmarner Bemühungen bereits im Ansatz und bei den verbleibenden Chancen war Gaby Hammer war fast unüberwindbar. Im Gegenzug fegte Korb mit hohem Tempo übers Spielfeld und über sie hinweg und lag nach zehn Minuten bereits mit 8:2 in Führung. Auch eine Auszeit, die zunehemend harte Gangart der Gastgeberinnen und eine Unterzahl konnten die Korber Frauen nicht stoppen. Sie stürmten weiter und zogen über 4:12 in der der 20. Minute auf 14:7 zum Halbzeitpfiff vorentscheidend und uneinholbar davon.

Nach der Pause dominierten die Gäste weiter. Degmarn hatte nun zwar mehr Spielanteile als zu Beginn, konnte sich aber weiterhin kaum gegen die dichtgestaffelte Abwehr mit den aufmerksamen Vorgezogenen Anna Schwender und Anja Itterheim durchsetzen. Unermüdlich störte, rackerte und kämpfte das Korber Team um jeden Ball und konnte sich im Zweifelsfall auf Gaby Hammer verlassen.
Im Angriff erarbeitete sich der SC geduldig seine Chancen und musste dabei gehörig einstecken. Beim 12:22 in der 46. Minute führte Korb erstmals mit zehn Toren, bis dahin hatten sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eingetragen.
Dem SC war das immer noch nicht genug. Es folgte noch Sehenswertes, ob in der zweiten Welle oder mit Einzelaktionen von Caren Hammer, Petra Feucht oder Heike Kranacher am Kreis. Die letzten Gegentreffer waren reine Ergebniskosmetik. Standing Ovations auf der Bank in den letzten Sekunden. Nicht regelkonform, aber wen interessierte das schon nach so einem Spiel.
Eine geschlossene Mannschaftsleistung, großes Engagement, enormes Laufpensum und nie Leerlauf – es war eine beeindruckende Vorstellung der „Ersten“, die mit der Tabellenführung nach dem zweiten Spieltag belohnt wurde.

Am nächsten Sonntag erwartete der SC in der Ballspielhalle den Tabellenneunten HG Steinheim-Kleinbottwar. Anpfiff um 17.00 Uhr. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (5), Petra Feucht (5), Jessica Krug (2), Heike Kranacher (5/3), Britta Küchler (2/2), Anna Schwender (1),  Anja Itterheim (2), Carmen Wiesenborn (1), Nina Franck (2), Marina Tonne (1/1), Mareike Friedrich (1)

18.09.2010 SC Korb – TSV Asperg    35:17 (12:7)

Saisonstart nach Maß

Die letzten Sekunden des Spiels, Anna Schwender stibitzt sich einen Pass vom Gegner, stürmt unaufhaltsam Richtung Asperger Tor und markiert mit der Schlussirene den verdienten 35:17-Siegtreffer im Auftaktspiel gegen den TSV Asperg. Die Szene steht symbolisch für einen starken, temporeichen Auftritt des SC Korb und für ein gelungenes Debüt der Youngster im Team.
Disziplin, Spielfreude, Tempo, wie sich jugendliche Dynamik und die Erfahrung der Routiniers ergänzt haben - es hat letzlich alles gepasst an diesem Abend.

Im ersten Landesligaspiel gegen den TSV Asperg hatten die Korberinnen nur in den ersten 15 Minuten Probleme mit dem Vorjahressiebten der Landesliga. Danach kam die neuformierte Mannschaft in Fahrt.
Zu Beginn der Partie agierte der SC Korb zögerlich. In der Abwehr etwas zu langsam und im Angriff fehlte der klare Spielaufbau. Zudem scheiterte Korb dreimal in Folge am generischen Torwart. Zum Glück konnte der Gegner kein Kapital aus der Nervosität schlagen. Erst in der siebten Spielminute gelang Asperg der erste Treffer. Kurz darauf folgte das 2:0 und Trainer Dieter Gramer stellte die Abwehr etwas defensiver.

Aufatmen in der zehnten Spielminute: Britta Küchler verwandelte nervenstark einen ihrer insgesamt fünf Siebenmeter zum 1:3. Aber noch löste sich die Verkrampfung nicht ganz. Die Gäste legten bis zum 3:5 nochmals vor. Erst der Ausgleich zum 5:5 durch Petra Feucht in ihrem ersten Spiel für den SC brachte die Wende und Korb so richtig in Fahrt. Unglücklich die  Handverletzung von Torhüterin Gaby Hammer beim Stand von 7:5 kurz darauf. Nina Meier kam zu ihrem ersten  Aktiveneinsatz und hatte eine guten Einstand. Bis zu Halbzeit zog der SC auf 12:7 davon.

Nach der Pause demonstrierte Korb dann richtig seine Überlegenheit und zeigte, was sich die Mannschaft in den vergangenen Wochen erarbeitet hatte. Dieter Gramer hatte es gefordert: Zuhause gehen nur wir als Sieger vom Platz. Seine Mannschaft setzte diese Vorgabe in den zweiten 30 Minuten in aller Deutlichkeit um. Mit hohem Tempo nach vorn und schön herausgespielten Treffern erhöte Korb binnen weniger Minuten auf 18:9. Damit gab sich der SC allerdings nicht zufrieden. Die Achse Heike Kranacher und Jana Diederich, die ihre Mitspielerinnen wieder einmal herrvoragend in Szene setzte, funktionierte wie eh und je und Caren Hammer und Anna Schwender verstanden sich im Duett auf der linken Seite hervorragend. Auf Rechts hatten Jessi Krug und Carmen  Wiesenborn gute Szenen. Neben der fast 100% Chancenverwertung war der Trainer auch mit dem raschen Rückzugsverhalten und der disziplinierten Abwehrarbeit zufrieden. Diese unterbrach frühzeitig die Angriffsversuche und kam noch zu zahlreichen Kontern durch die flinken Youngsters. Asperg hatte spätestens ab der 40. Minute beim Stand von 24:14 nicht mehr die Kraft und spielerischen Mittel, die aggressive Defensive der Korberinnen ernsthaft zu gefährden.Hungrig nach Toren schraubte der Gastgeber in den letzten 20 Minuten das Ergebnis zum in dieser Höhe absolut verdienten 35:17-Endstand.
Am nächsten Sonntag steht die Auswärtspartie gegen Degmarn-Oedheim an. Dort gilt es, an die guten Leistungen anzuknüpfen. (ak)

SC Korb: Gaby Hammer, Nina Meier; Caren Hammer (3), Petra Feucht (5), Jessica Krug (4), Heike Kranacher (3/1), Britta Küchler (7/5), Anna Schwender (7), Sina Frank, Anja Itterheim, Carmen Wiesenborn (2), Nina Franck (1),  Jana Diederich, Heike Bruckner (3).

Vorbericht: Saisonstart der Frauen 1 gegen den TSV Asperg

Am Samstag starten die Frauen 1 in die neue Landesligasaison. In der Ballspielhalle wird dann der TSV Asperg zu Gast sein. Der Vorjahressiebte ist gleich zum Start ein harter Brocken für das Team um Trainer Dieter Gramer. Der letzte Vergleich ging an die Aspergerinnen und so ist es nicht verwunderlich, dass der Trainer die Favoritenrolle den Gästen zuschiebt.
"Asperg hat eine erfahrene Mannschaft. Bei uns stehen sieben Spielerinnen im Kader, die unter 20 sind, vier davon sogar unter 18 Jahren. Da liegt der Vorteil natürlich bei den Aspergerinnen", begründet er seine Meinung. Zudem hat sich Asperg mit zwei neuen Spielerinnen gut verstärkt. Dem gegenüber steht auf Seiten der Korberinnen nur ein Neuzugang, der allerdings hat es in sich! Mit Petra Feucht kam die absolute Wunschspielerin des Trainers nach Korb. Die Sulzbacherin kam spät zur Mannschaft und braucht noch ein wenig Eingewöhnungszeit. In den letzten Vorbereitungsspielen hat sie aber schon angedeutet, was man von ihr erwarten darf.

Überhaupt blicken die Korberinnen auf eine gute Vorbereitungszeit zurück. In 11 Spielen, unter anderem gegen Landes- und Württembergligisten, gingen die Korberinnen nur einmal als Verliererinnen vom Platz. Seit dem Vorbereitungsauftakt im Juni in Ottobeuren hat sich die Mannschaft kontinuierlich gesteigert und brennt jetzt auf den ersten Einsatz um Punkte. Lediglich die Sprunggelenksverletzung von Torhüterin Nina Meier trübt den Saisonauftakt ein wenig. Sie wird aber trotzdem im Kader stehen, so dass Dieter Gramer bis auf Mareike Friedrich (Urlaub) alle Spielerinnen zur Verfügung stehen. Es ist also alles bereit für einen erfolgreichen Start in die neue Saison. Dazu wünschen wir dem Team viel Glück! (dg)

24.07.-265.07.2010 Beach-Handball Turnier Renningen


Korb on the Beach
beim Turnier in Renningen

....mit Sandburgenbauen hatte das nichts zu tun. Palmen und Beach Boys gabs beim Turnier in Renningen auch keine. Dafür aber jede Menge Handball und Sand. Letzterer war bei der 1. Korber Frauenmannschaft keiner im Getriebe: im Gegenteil, die Mädels fühlten sich auf dem Untergrund, der Urlaubsgefühle weckt, sauwohl und wurden nach sieben Spielen an zwei Tagen Turniersieger.

Regen am Samstagmorgen - nach Sonne, Sand und Spaß sah das nicht aus und die Lust aufs Beachen konnte einem vergehen. Das Bikinioberteil blieb in der Sporttasche, dagegen wateten Zuschauer und Aktive am Spielfeldrand im Matsch. Der Ball wenig griffig und beim Fallwurf fühlten sich die Spielerinnen wie das Schnitzel in der Panade. Doch weilís am Beach auch jede Menge Wind gab, verzogen sich die Wolken rasch und die Sonnenstrahlen weckten die Lust auf Handball unter freiem Himmel.

Der SC Korb war mit insgesamt neun Mannschaften in Renningen am Start: Fünf Jugendteams und jeweils zwei bei den Herren und Damen. Letztere maßen sich im Teilnehmerfeld von 18 Mannschaften.

Die Frauen 1 hatte nur im Auftaktspiel Startschwierigkeiten auf ungewohntem Terrain, weil die ersten Gehversuche im Trainigslager doch schon ein paar Wochen zurück lagen. Aber nachdem Trainer Dieter Gramer in der Wechselzone taktisch nachbesserte, ernteten seine Frauen die Tore wie reife Kokosnüsse und den souveränen Gruppensieg dazu. Selbst ein Penalty-Schießen und ein drohender Sudden Death konnten das Korber Team nicht stoppen.

In der Zwischenrunde am Sonntag wirbelte die Erste ihren Gegnern erneut den Sand um die Ohren: Schnell und clever und mit zwei stark Torfrauen, Caren Hammer und Nina Meier, die auch im Angriff gehörig Druck machten und ihrer Mannschaft so doppelt zählende Tore bescherten.
Der Einzug ins Endspiel war eine sichere Sache. Gegen Ha-He-Ku trumpften die Mädels erneut auf und sicherten sich den Platz an der Sonne.

Das Team Damen Korb 2 schied leider bereits nach der Vorrunde aus. (ak)

Beachparty feierten alle -
Korb 1: Nina Meier, Caren Hammer, Nina Franck, Sina Frank, Anna Schwender, Anja Itterheim, Marina Tonne, Jessica Krug, Mareike Friedrich, Carmen Wiesenborn, Heike Kranacher, Britta Küchler

Korb 2: Ina Reinhardt, Mirjam Bürkle, Alina Zuidland, Monique Patzner, Saskia Tonne, Ann-Katrin Heil, Bianka Mohnke, Melanie Scheiffele, Sarah Meier, Katharina Wössner



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